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Ausgabe: 14. März 2022

Wolfgang Müller

Schwarzgrüner Befreiungsschlag

Nach sechs sieglosen Zweitligaspielen in Folge feierte der FC Wacker gestern ausgerechnet gegen Tabellenführer Austria Lustenau einen überzeugenden 3:0-Heimerfolg.

Innsbruck – Jede Serie reißt einmal, auch der Sieglos-Lauf des FC Wacker – nach fast fünf Monaten bejubelten die Schwarzgrünen gestern ausgerechnet gegen den Tabellenführer aus Lustenau den ersten Zweite-Liga-Erfolg seit 29. Oktober 2021. Vor 2502 Zuschauern waren die Vorarlberger im Tivoli mit der 0:3-Niederlage auch noch gut bedient, denn die Wacker-Offensive bejubelte zwar drei Treffer, vergab aber zudem jede Menge Chancen, die für einen zweistelligen Sieg gereicht hätten. „Wenn man die Möglichkeit hat, so einen Gegner richtig abzuschießen, dann sollte man das auch nützen“, bilanzierte FCW-Coach Michael Oenning nach dem Schlusspfiff dennoch relativ zufrieden: „Denn das war ein Fortschritt. Erstens ließen wir erstmals keinen Gegentreffer zu und zweitens traten wir sehr stabil und kompakt auf.“

Bereits in der vierten Minute stellte Marco Holz, der Flo Jamnig (Trauerfall in der Familie) als Kapitän vertrat, nach einem von Seo Jong-min schnell abgespielten Freistoß, die Weichen früh auf Sieg. Der spielstarke Seo erhöhte nach Doppelpass mit João Luiz auf 2:0, ehe dann Ronivaldo nach zuvor schon zwei vergebenen Riesenmöglichkeiten gegen seinen Ex-Klub den völlig verdienten 3:0-Pausenstand fixierte.

Die Lustenau-Offensive um Torjäger Haris Tabakovic kam kaum bis gar nicht zur Geltung, Alex Eckmayr, der für den angeschlagenen Marco Knaller im FCW-Tor stand, verbrachte einen ruhigen Vormittag. Vor ihm spielten die aggressiv und giftig attackierenden Tiroler Großchancen am laufenden Band heraus. Doch Ronivaldo, der mit einem geschwollenen Knöchel vorzeitig vom Feld musste, Paolino Bertaccini, Seo und Alex Gründler ließen die besten Möglichkeiten aus. Die Fahrlässigkeit beim Verwerten war an diesem Tag das einzige Manko im Auftritt des FC Wacker. Für Lustenau fiel die kurze Dienstreise ins Tivoli-Stadion unter die Kategorie leere Kilometer. Nach dem überragenden Herbst schwächeln die Vorarlberger fast schon traditionell im Frühjahr. Gewinnt der FAC das morgige Nachtragsspiel gegen Kapfenberg, liegen die Floridsdorfer nur noch einen Punkt hinter der Austria.