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Ausgabe: 19. März 2022

Gernot Gsellmann

Der Schmäh ging aus

Dritte Niederlage im fünften Frühjahrsspiel: Weil Wacker erneut ein Defensiv-Blackout einbaute, offensiv (wie einen Elfer) viel zu viel liegen ließ

Never change a winning team. Musste sich Michael Oenning gedacht haben. Denn er schenkte den elf 3:0-Siegern über Lustenau erneut das Vertrauen.
Was nur bis zur 24. Minute Bestand hatte: Rechtsverteidiger Raphael Galle musste verletzt vom Platz. Und just in Unterzahl kassierten die Innsbrucker – nach einem defensiven Durcheinander – das 0:1, Mayer wurden acht Meter vor dem schwarz-grünen Gehäuse alle Freiheiten gewährt. Kurz darauf musste Wacker schon den dritten Keulenschlag verkraften: Nach einem Handspiel von Stark trat der eingewechselte Florian Jamnig zur Elfer-Exekution an, scheiterte mit seinem zentralen Versuch an den Beinen von Keeper Dennis Verwüster (30.).

Viel Druck, kein Ertrag

Der nach der Pause mehr und mehr in den Fokus trat. Wacker drängte, war spielerisch die klar bessere Mannschaft, erarbeitete sich nicht weniger als zwölf (!) Ecken. Entweder aber ging den Tirolern im niederösterreichischen Strafraum der „Schmäh“ aus oder Verwüster stand seinen Mann zwischen den Pfosten. Wie gegen Bertaccini (63.) oder Seo (65.). Beim Nachschuss von Holz aus sechs Metern musste er erst gar nicht eingreifen. So blieb’s beim unnötigen 0:1.