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Ausgabe: 22. März 2022

Georg Fraisl

Zeitdruck ist Problem

Neo-Wacker-Präsident Kevin Radi über das sehr lange Warten auf das Investor-Geld, über die kommenden Gehaltszahlungen, das Bangen um die Lizenz für die nächste Saison und die Freude mit Schwarzgrün

Wann hat das Warten auf das Investoren-Geld für Wacker Innsbruck endlich ein Ende?

Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass wir am Montag im Laufe des Tages sagen können, dass wir Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir warten stündlich darauf. Zumindest aber im Laufe der Woche.

Was ist das Problem mit diesem Geld? Wenn die Bank es nicht freigibt, denkt man: Da ist was faul ...

Das Geld liegt bei der Compliance. Das ist Fakt. Warum es nicht freigegeben wird, ist eine sehr komplexe Geschichte, die schwer zu erklären ist. Ich kann nur sagen, dass ich keine Sorge habe, dass das Geld kommt. Unser Problem ist nur der Zeitdruck.

Weil mit dem 1. April die nächsten Gehaltszahlungen warten und auch die Lizenz-Vergabe ansteht.

Wenn das Geld freigegeben ist, sollte das alles kein Problem sein. Dann haben wir genug, dass die nächsten Saisonen gesichert sind. Selbst für die Lizenz sehe ich noch nicht schwarz, wir sind noch innerhalb der Nachfrist. Aber ... ich weiß, dass wir derzeit alles und jeden nur vertrösten. Das gefällt mir nicht, aber es lässt sich nicht anders machen.

Die Schulden, die die Vorgänger hinterließen, sind auch ein Problem?

Kein so großes. Die Summe ist überschaubar. Und man muss erst schauen, wie man die Fälle mit Matthias Siems und Ponomarew lösen kann. Da ist das letzte Wort ja auch noch nicht gesprochen.

Man kann sich kaum vorstellen, warum man sich die Problemzone Wacker überhaupt antut?

Ach, wie schon gesagt: Wir sind alles fanatische Fußballer und wollten nicht die nächsten fünf Jahre über Wacker schimpfen, sondern etwas dafür tun.

Für fanatische Fußballer gibt’s aber viele Vereine. Möglicherweise einfachere.

Ja, das mag stimmen. Aber dieser Wacker hat einfach extrem viel Potenzial, da kann man enorm viel daraus machen. Das wird uns immer mehr bewusst.

Diesen Schritt schon einmal bereut?

Nein, gar nie. Es ist schwierig, macht aber viel Freude.