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Ausgabe: 23. März 2022

Georg Fraisl

„Ich wäre bereit!“

> Er war auf & neben dem Platz ein wichtiger Bestandteil von Wacker Innsbruck > Doch seit Jänner darf Lukas Hupfauf nur mehr trainieren

Beruf: Fußballprofi. 15 Bundesliga-Spiele, 85 in der Zweiten Liga. Alter: 25. Position: Rechter Verteidiger. Vertrag bei Wacker Innsbruck bis Sommer 2023.
Einsätze im Kalenderjahr 2022? Null.

Nicht weil eine Verletzung Lukas Hupfauf bremst: „Ich bin topfit“, sagt er. Und das klingt überzeugend.
Der Ex-Kapitän des Innsbrucker Traditionsvereines ist sozusagen auf Eis gelegt. Weil Wacker schlicht auf seine Dienste verzichtet.

In einem Zeitungs-Interview in der Winterpause hatte Hupfauf das interne Chaos, die Ungewissheit und auch die Spieler-Revolte gegen Trainer Daniel Bierofka öffentlich gemacht. Was vielen ungut aufstieß und den Verteidiger dem Vorwurf der Charakterlosigkeit aussetzte. Fünf Tage vor Transferschluss wurde er vor die schwarz-grüne Türe gesetzt.

Mit Hilfe der Spieler-Gewerkschaft konnte der Verteidiger seinen Platz beim Training durchsetzen, auch die Zahlungen muss Wacker nach wie vor leisten – nur eingesetzt wird er nicht.

Das Interview hat Hupfauf noch keinen Tag bereut: „Ich gehe den geraden Weg. Zum damaligen Zeitpunkt hab ich es für richtig empfunden, die Dinge auch intern anzusprechen. Wenn ich jemand verletzt haben sollte, tut es mir leid.“

Wie’s weitergeht, weiß der 25-Jährige nicht. Sein laufender Vertrag bis 2023 ist einerseits eine Absicherung, andererseits ein Klotz ein Beim am Transfermarkt.

Und wenn Wacker nach der Verletzung von Raphael Galle ihn vielleicht doch wieder als Rechtsverteidiger einsetzen will? „Ich verhalte mich professionell – ich tu’, was man mir sagt. Und ich bin – wie gesagt – fit“, hält sich Hupfauf die Tür offen.
Groß ist die Hoffnung freilich nicht, der Karren scheint verfahren.