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Ausgabe: 02. April 2022

Gernot Gsellmann

Kein Geld, aber viel Moral

> Der Tabellenführer stolperte erneut am Tivoli: Nach dem 0:3 von Austria Lustenau konnte auch der FAC nicht gewinnen > Mit dem 1:1 von Wacker Innsbruck hievten sich Vorarlberger wieder an die Spitze

Auch wenn gestern erneut kein Geld von Investor Thomas Kienle (der nicht wie angekündigt im Stadion anwesend war) den Weg nach Innsbruck fand – Präsident Kevin Radi versprühte vor Anpfiff im VIP-Raum Zuversicht. „Wir sind überzeugt, dass wir das hinbekommen.“

Die schwarz-grüne Truppe zeigte sich trotz größter finanzieller Probleme unbeeindruckt. Von Beginn an brachte Wacker den Tabellenführer mit viel Elan, gutem Tempo und einigen Ideen in Verlegenheit.

Bereits nach fünf Minuten hatte Bertaccini die Führung am Fuß – doch sein Lupfer wurde Beute von FAC-Goalie Gütlbauer. Der jedoch elf Minuten später absolut auf verlorenem Posten stand: Ein Freistoß des Südkoreaners Jong-min Seo senkte sich über die Mauer perfekt ins Eck – 1:0 (16.).

Wäre der Wiener Schlussmann infolge nicht stets richtig gestanden – die Führung der Tiroler wäre höher ausgefallen. Einen Kopfball von Kopp kratzte er von der Linie, im Nachsetzen scheiterte Ronivaldo aus zwei Metern am Keeper (25.). Erst danach fand der FAC besser ins Spiel, kombinierte bis zum Strafraum der Gastgeber äußerst ansehnlich – ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Da musste schon Wackers Keeper Eckmayr mithelfen: Ein Schuss von Rasner wehrte er nicht konsequent ab, den zweiten Versuch traf Flavio unter die Latte (1:1/60.).
Ob das nicht genug gewesen wäre, schwächte Marco Holz mit einem Platzverweis sein Team. Was Schiri Schüttengruber mit einer lächerlichen Gelb-Roten für Rasner aber rasch wieder ausglich. Und Wacker hatte in Person von Rami Tekir den Sieg am Fuß: Sein Schuss ging aber an die Latte (86.).