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Ausgabe: 07. April 2022

Georg Fraisl

Wie im Schlager aus der 60ern

Ein kleiner Blick in die Sportgeschichte: 1965 schaffte es 1860-München-Torhüter Petar „Radi“ Radenkovic mit einem Schlager auf Platz 5 der deutschen Charts. Der Titel: „Bin i Radi, bin i König“. Sepp Maier, legendärer Schlussmann beim Lokalrivalen Bayern, reimte damals: „Bin i Radi, bin i Depp – König ist der Maier Sepp.“

Jede Ähnlichkeit mit Personen, die in Innsbruck tätig sind, ist natürlich absolut frei erfunden und rein zufällig.
Die Anekdote aus den Sechzigern Jahren wurde dem Autor lediglich dieser Tage zugetragen und sie hat – warum auch immer – doch sehr erheitert.
Es tut gut, wenn man lachen kann. Gerade in diesen Zeiten, wie man gern anfügt. Die Pandemie, der Krieg und – ja, auch, in einem wesentlich kleineren Rahmen – der Untergang von Wacker.

„Die Hütte brennt“, formulierte Alexander Joppich im Tirol-heute-Interview am Dienstag. Worauf auch am Mittwoch niemand zum Löschen kam. Die ominösen drei Millionen Euro des ominösen Investors Thomas Kienle sind gestern wieder nicht beim Verein eingetroffen. Trotz erneuter Ankündigung.
Private Gläubiger können ja aus alter Verbundenheit zu Schwarzgrün lange Geduld zeigen. Öffentliche Stellen wie etwa ÖGK, Finanzamt oder auch Olympiaworld dürfen aber niemanden bevorzugen, sie müssen ihre Außenstände zeitnah & hart einfordern.
Bin ich König.