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Ausgabe: 08. April 2022

Florian Madl, Tobias Waidhofer

Zumindest das Punktekonto soll Zuwachs erhalten

Der FC Wacker Innsbruck gastiert heute (18.30 Uhr) beim FC Liefering – und will endlich wieder auswärts gewinnen.

Innsbruck – Der erhoffte Geldregen auf dem Konto des FC Wacker Innsbruck ist auch gestern ausgeblieben. Wieder einmal! Doch zumindest das schwarz-grüne Punktekonto soll aufgefettet werden, wenn die Schwarz-Grünen heute (18.30 Uhr, live laola1.at) beim FC Liefering gastieren.

Eine schwere Aufgabe, nimmt man allerdings die Leistung beim jüngsten Heimspiel gegen den FAC (1:1) zum Maßstab, sollte auch gegen die Jungbullen etwas drin sein. Unabhängig von den Querelen, die den Verein schon seit Monaten im Würgegriff haben. „Uns geht es eigentlich ganz gut, wir haben gegen den FAC ein gutes Spiel gemacht“, betonte Trainer Michael Oenning. Nun wolle man „endlich auch ein Auswärtsspiel gewinnen“.

Außerdem habe man sich intern ein klares Punkteziel gesetzt. „Wir können nicht ziellos durch die Gegend reiten“, stellte Oenning klar, um im nächsten Atemzug zu scherzen: „Mit Geld können wir es aktuell nicht belohnen.“ Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Personell muss der ehemalige HSV-Coach heute auf den gesperrten Marco Holz verzichten, den deutschen Routinier ersetzt entweder Clemens Hubmann oder Noah Lederer. Im Tor wird wieder Alexander Eckmayr stehen, aber auch Marco Knaller soll in dieser Spielzeit noch zum Einsatz kommen. In den Kader rückt heute auch wieder der Japaner Rio Nitta.

In Sachen Finanzen gab es indes gestern nichts Neues zu erzählen: Wieder war kein Geld auf dem Wacker-Konto eingelangt, mittlerweile wartet man seit sieben Wochen auf das Geld des deutschen Investors Thomas Kienle. Drei Millionen Euro sollen es sein, mit denen man Außenstände begleicht und die längst fälligen Gehälter bezahlt. „Die Lizenz wird sich im ersten Anlauf nicht mehr ausgehen“, war Präsident Kevin Radi bereits am Mittwoch realistisch, in einer Aussendung wandte sich der Vorstand gestern an die Mitglieder: „Wir versichern jedem Fan und Mitglied des FC Wacker Innsbruck, dass wir als Vereinsvorstand im ständigen Kontakt mit unserem Partner Thomas Kienle stehen und alles daransetzen, die vereinbarte Investitionssumme nach Innsbruck zu bekommen.“ Dennoch äußerte man auch Zuversicht: Man könne mitteilen, „dass wir ständige Fortschritte machen, um dieses Problem in Kürze aufzulösen“. Zuversicht, die nicht jeder teilt. So sollen die Nachwuchstrainer geteilter Meinung sein, ob man weiter zu Spielen fährt, zumal die Übungsleiter die Schiedsrichterkosten seit Wochen aus der eigenen Tasche bestreiten. Und gestern Abend soll es vor der Geschäftsstelle zu einem Fan-Auflauf vor der Geschäftsstelle gekommen sein – die Emotionen mancher kochen hoch...