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Ausgabe: 12. April 2022

Florian Madl

GAK-Spiel soll stattfinden, aber Geld fehlt weiterhin

Wacker-Mannschaft leitet Causa an die Gewerkschaft weiter, Caterer und Security-Firma zeigen sich laut Präsident Kevin Radi geduldig.

Innsbruck – Investorengeld kam wieder keines, die mannschaftsinterne Beratschlagung endete gestern wie erwartet: Die Wacker-Spieler wenden sich im Kollektiv an die Fußballer-Gewerkschaft, um dem Verein eine Frist von zehn bis 14 Tagen einzuräumen. Sollten binnen dieses Zeitraums die Gehälter und die ausständigen Inkasso-Briefe nicht beglichen sein, wären die Spieler nicht mehr an laufende Vertragsverhältnisse gebunden. Sie könnten aus dem Kontrakt sofort aussteigen, müssen das aber nicht. Ein Unterschied übrigens zum Regulativ des Weltverbands FIFA: „Dort endet ein Vertrag vorzeitig, wenn drei Monatsgehälter ausständig sind“, erklärt Oliver Prudlo. Der Ex-FC-Tirol-Spieler ist auch im konkreten Fall mit den Wacker-Agenden betraut, die in der heurigen Bundesliga-Saison durchaus eine Ausnahme darstellen.

Von anderen finanzschwachen oder gar säumigen Vereinen weiß Prudlo in der heurigen Saison übrigens nichts, auch der gestern veröffentlichte (freiwillige) Rückzug der OÖ Juniors hat nichts mit finanziellen Bedenken zu tun. Zwei Wacker-Fragezeichen bleiben offen:

Vertrags-Optionen: Der FC Wacker kann bis Freitag die Option auf den seit Sonntag 19-jährigen Japaner Rio Nitta sowie auf die Tiroler Florian Kopp (20) und Rami Tekir (25) ziehen. Drei Spieler, die in einer der kommenden Transferperioden durchaus Geld einbringen könnten. Präsident Radi will sich nicht in die sportliche Entscheidung von Trainer und Sportdirektor Michael Oenning einmischen, hält jedoch ungeachtet der finanziellen Situation fest: „Ich gehe davon aus, dass wir die Option ziehen.“

Dienstleister: Die Außenstände bei der Catering- und der Security-Firma häufen sich, das GAK-Spiel am Freitag (18.30 Uhr) wackelt laut Präsident Kevin Radi aber nicht: „Uns wurden Kündigungen geschickt, aber wir sind in guten Gesprächen“, hält der 33-jährige Innsbrucker fest. Man glaube fest an eine Lösung.