Impressum

Ausgabe: 12. April 2022

Georg Fraisl

Wacker in Not – Heimspiel am Freitag wackelt bereits

> Immer mehr Firmen wollen mit dem Innsbrucker Traditionsverein nichts mehr zu tun haben > Der Schuldenstand steigt täglich > Nach Ostern klagt die Olympiaworld den Klub > Die Spieler überlegen noch

Die finanzielle Schieflage von Innsbrucks Traditions-Profiklub wird immer ärger. Nachdem die angekündigten drei Millionen Euro des Investors Thomas Kienle nach wie vor nicht am Vereinskonto eingetroffen sind, rückt das endgültige Aus immer näher. Sogar das Freitag-Heimspiel gegen GAK hat zu wackeln begonnen.

Lizenz: Am Mittwoch wird das Ergebnis des Lizenzierungsverfahrens der Bundesliga bekannt gegeben. Wacker Innsbruck wird sie in erster Instanz nicht erhalten – um es in der zweiten Runde zu schaffen, braucht’s die Kienle-Kohle. Derzeit schaut es eher nach einem Entzug der Bundesliga-Spielberechtigung aus.

Spieler: Die Wacker-Kicker sprachen sich gestern in der Kabine für eine Fristsetzung aus. Neben den offenen März-Gehältern geht’s vor allem um die Inkasso-Forderungen diverser Ärzte. Üblicherweise wird eine Zahlungsfrist von zehn bis vierzehn Tage gesetzt. Sollte die Gage nicht eintreffen, sind die Verträge nichtig, die Profis kostenlos frei.

Olympiaworld: Die offenen 310.000 Euro wurden nicht beglichen, am Dienstag nach Ostern reicht der Anwalt die Klage ein.
Security: Die Firma GfS hat einen laufenden Vertrag mit Wacker bis Sommer 2023. Der Verein ist auch da säumig mit den Zahlungen. Weil die Bundesliga aber für ein Match mit Zuschauern zwingend extra ausgebildete Ordner vorschreibt, wurde gestern intensiv an einer Lösung für das Freitag-Heimspiel gegen GAK gearbeitet.

Caterer: DoNs Catering gibt keine Auskünfte – ein VIP-Klub ohne Bewirtung ist auch kein Grund für eine Absage eines Spiels.

Hotel: Was haben Jogi Löw & Michael Oenning gemeinsam? Beide wohn(t)en im Hotel „Leipzigerhof“, ohne dass das Zimmer bezahlt wurde. Chef Andi Perger will seinem Verein nicht in den Rücken fallen, seufzt aber: „Vieles wie 2002.“

ÖGK, Finanzamt: Wann ist die Geduld der Behörden zu Ende?