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Ausgabe: 14. April 2022

Alex Gruber

Im Lächeln steckt auch ein „Gehalt“

In Vorbereitung auf das GAKHeimspiel (morgen, 18.30 Uhr) sprach Wacker-Trainer Michael Oenning auch von Domino-Steinen.

Innsbruck - Dass in Sachen finanzieller Rettung die Zeit drängt, wischte Wacker-Cheftrainer Michael Oenning nicht vom Tisch, fand dabei aber auch einen „positiven“ Effekt: „Das Gute daran, wenn die Zeit geringer wird, ist, dass es zu Entscheidungen kommt und ich hoffe auch zu Lösungen. Jetzt muss es geregelt werden.“

Die tägliche Arbeit mit seiner Mannschaft am Platz mache ihm nach wie vor viel Spaß („Die Jungs marschieren und reflektieren“), das ausbleibende Gehalt findet er mit einem Schmunzeln auf emotionaler Ebene woanders wieder: „Ich habe eine Menge Freude und lachender Gesichter bekommen“, merkt er zu den ausbleibenden Zahlungen an.

Oenning erwähnte einmal mehr, dass er schon bei seinem Amtsantritt im Bilde gewesen sei, „dass das hier eine komplizierte Kiste ist“. Dramatisch will er dabei genauso wenig werden wie blauäugig sein: „Wir versuchen – und so sind wir hier angetreten – das Ganze in eine positive Zukunft zu führen. Ich kann nur meinen Teil beeinflussen. Die anderen Dinge müssen jetzt schnell ins Lot kommen. Das ist ganz klar.“

In der Matchvorbereitung muss er einen Legionär aus dem Kader streichen, eine aktuell visionäre Zukunftsplanung offenbare ein zweischneidiges Bild: „Manche Sachen sind schwierig und manche leicht. Sehr, sehr viele Spieler wollen zu uns. Eine gute Mannschaft zu bauen, ist nicht das Problem. Aber sie zu bezahlen.“ Galgenhumor?

Zu den Optionen hält er fest, dass bei Rio Nitta das Recht vorläge, ihn bis Sommer fix zu verpflichten, bei Innenverteidiger Florian Kopp fanden bereits „gute Gespräche“ statt: „Wir haben nichts vergessen.“ Der finanzielle Rettungsschirm fehlt freilich. „Ich bin sicherlich nur ein Teil der Geschichte und ein Dominostein. Aber noch fallen sie nicht ...“