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Ausgabe: 14. April 2022

Gernot Gsellmann

Zwei Klubs, zwei andere Welten

> Wie erwartet: WSG Tirol erhielt in erster Instanz die Lizenz 2022/23
> Wie erwartet: Wacker bekam weder Lizenz noch Zweitligazulassung
> Wie erwartet: Auch Austria Wien bangt wegen zu hoher Schulden

Das Erfreulichste vom gestrigen Nachmittag vorweg: Ohne Wenn und Aber, ohne jegliche Auflagen wurde der WSG Tirol die Lizenz für die kommende Bundesliga-Saison vom Senat 5 zuteil! „Jetzt stehen wir sportlich noch mehr unter Druck“, lächelte auch Sportboss Stefan Köck glücklich. Auch wenn er mit der bürokratischen Arbeit, die dahinter steckte, nichts zu tun hatte. Der neue Geschäftsführer Julian Heiss und sein Team, in Kooperation mit dem Vorstand um Präsidentin Diana Langes, machten dies mit viel akribischer Arbeit möglich. „Wir sind froh und stolz, dass uns auch heuer ohne Schwierigkeiten und Nachforderungen die Spielgenehmigung erteilt wurde“, nahm Heiss das erwartete Ergebnis zufrieden zur Kenntnis. „Das zeigt, wie seriös in Wattens gearbeitet wird, ist ein unglaublicher Erfolg unseres gesamten Team“, ergänzte die Präsidentin.

Keine Freudensprünge – wie erwartet – konnte der Lokalrivale machen: Wacker Innsbruck wurde wegen der großen finanziellen Schwierigkeiten, knapp vor dem finanziellen Kollaps, weder die Lizenz noch die Zweitligazulassung (wie St. Pölten und Young Violets) übergeben. „Aufgrund des Zeitdrucks war es uns nicht möglich, alle Unterlagen pünktlich einzureichen“, macht Boss Kevin Radi weiter auf Optimismus, „wir bleiben guter Dinge, dass wir binnen der Nachreichfrist (bis 21. April) alle relevanten Dinge erledigen.“ Schwer vorstellbar.

Austria mit Problemen

Auch Austria Wien muss „nachsitzen“: Das Riesen-Finanzloch machte die Lizenz unmöglich. Sollten sie die Violetten in zweiter Instanz erhalten, werden ihnen für 2022/23 vier Punkte abgezogen!