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Ausgabe: 16. April 2022

Tobias Waidhofer

Wacker holte einen Punkt im Duell der Tradition

Der FC Wacker Innsbruck und der GAK trennten sich gestern in der 2. Liga mit einem 1:1. Die Bühne gehörte auch den beiden Fangruppen.

Innsbruck – In besseren, aber leider längst vergangenen Fußball-Tagen hätte das Duell zwischen dem FC Wacker und dem GAK als Spitzenspiel gegolten. In der grauen Gegenwart der 2. Liga ist es in erster Linie die Tradition beider Clubs, die zumindest ein wenig Glanz ausstrahlt.

Und zu Beginn des Spiels war es der schwarzgrüne Fanclub „Unterland“, der zur Feier des 10-Jahr-Jubiläums eine beeindruckende Choreografie „ausgepackt“ hatte. Sportlich gab es vorerst nichts zu feiern, denn nach 26 Minuten köpfelte Marco Perchtold nach einem Eckball zum 0:1 für die Gäste ein (26.). Vier Minuten später parierte Wacker-Goalie Alex Eckmayr gegen David Peham, den Nachschuss setzte Mamadou Sangare neben den Pfosten. Die Innsbrucker hatten in Halbzeit eins eigentlich nur eine Chance durch Rio Nitta vorgefunden. Der Japaner hatte den Vorzug vor Jong-min Seo erhalten. Der Koreaner saß auch aufgrund der Ausländerregel nur auf der Tribüne. Dafür stand Marco Holz nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder in der Startelf. Das Warten auf das Geld von Investor Thomas Kienle (siehe Text rechts) ging indessen auch gestern weiter Es bleibt das leise Hoffen auf ein Osterwunder.

Wacker startete dann leicht verbessert in die zweite Halbzeit, doch nach Doppelpass von Bertaccini und Joao Luiz traf Holz den Ball nicht richtig (50.), auf der anderen Seite schlenzte Sangare das Leder an den Pfosten.

Auf der Nordtribüne wurden dann Transparente ausgerollt, auf denen die Fans forderten, dass auch Ex-Entscheidungsträger (Jamnig, Kerle, Stocker, Hörtnagl, Kozubek) in die Verantwortung genommen werden sollten. „Verliert der Tiroler seinen Verein, bleibt ihm nur die Mistgabel und sein Schwein“, antworten die GAK-Fans ihrerseits mit derbem Humor.

Aber zurück auf den Rasen: Dort gab’s nach Foul an Bertaccini Elfmeter – Ronivaldo traf zum 1:1 (67.). Viel mehr passierte vor den 2211 Zuschauern nicht. mehr „Ein gerechtes Remis“, meinte Trainer Michael Oenning.

Nach dem Spiel trafen Teile beider Fangruppen hinter der Südtribüne aufeinander. „Nichts Dramatisches“, ließ ein Vertreter der Exekutive wissen. Auch das gehört mitunter zu Traditionsclubs.