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Ausgabe: 16. April 2022

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„Worst Case“ sehr nahe, wenn keine Gehälter gezahlt werden

Innsbruck – Ex-Wacker-Innsbruck-Profi Thomas Pichlmann, der auch im Sportmanagement tätig ist, leidet wegen der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit seinem ehemaligen Verein mit. „Das tut schon sehr weh, Wacker ist schließlich der Fußball-Verein, der Tirol bewegt“, sagte Pichlmann gestern bei „Tirol Live“. Dass Profifußball in Tirol augenblicklich sehr schwer sei, führt der gebürtige Wiener auf die Vielfältigkeit der sportlichen Möglichkeiten in Tirol zurück.

Glaubt er noch an eine finanzielle Rettung des Vereins? „Man ist dem ,Worst Case‘ schon sehr nahe, wenn die Spielergehälter nicht mehr gezahlt werden. Das ist schon sehr weit fortgeschritten.“ Das alles sei natürlich nicht sehr angenehm, die Spieler müssten sich jetzt eben mit guten Leistungen für andere Vereine empfehlen.

Wie immer geht es um den letzten Strohhalm. Ob es den noch gibt, wird sich in den nächsten Tagen weisen. Bis Donnerstag nach Ostern muss Wacker Innsbruck Unterlagen nachreichen, die finanziell einen Spielbetrieb in der kommenden Saison absichern. Bisher hat der Stuttgarter Investor Thomas Kienle die bereits im Jänner zugesagten drei Millionen Euro für die laufende Saison noch nicht überwiesen. Gegenüber der TT hat er erklärt, dass sein Investment noch rechtzeitig realisiert werde. Im Zusammenhang mit einer „positiven Zukunft“ spielt für ihn auch die Zusammenarbeit mit dem Land Tirol eine wichtige Rolle.

Fragen zu seinen finanziellen Verhältnissen findet Kienle „befremdlich“ und will sich dazu nicht äußern.

Fakt ist jedoch, dass er mit einigen früheren Firmen nicht besonders erfolgreich war und in den Wirtschaftsregistern sogar unternehmerische Insolvenzverfahren (Amtsgericht Stuttgart) vermerkt sind. Von Geschäftsbeziehungen wurde abgeraten und der Bonitätsindex am schlechtesten bewertet. Was es damit auf sich hat und ob er finanziell überhaupt in der Lage ist, Wacker zu finanzieren, will Kienle nicht sagen.