Impressum

Ausgabe: 19. April 2022

Georg Fraisl

Angst vor einem dicken Ei steigt

> Bei Blau-Weiß Linz musste Wacker Innsbruck am Ostermontag eine klare 0:3-Abfuhr einstecken > Der wahre Krimi spielt sich hinter den Kulissen ab > Passiert in 48 Stunden kein Wunder, ist die Lizenz futsch

Passiert es noch, das Osterwunder in Schwarzgrün? Finden sich heute oder morgen in irgendeiner Ecke, in die in den vergangenen Wochen noch niemand geschaut hat, die drei Millionen Euro, auf die man beim Innsbrucker Traditionsverein soooo dringend wartet?

Nun ... eher beginnt man ja wieder an den Osterhasen zu glauben, aber ... die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es im Fußball. Also warten wir mit dem Nachruf auf den 10-fachen Bundesliga-Meister noch ab.

48 Stunden noch. Dann droht ein ganz dickes Ei. Bis Donnerstag hat die Wacker-Führung noch Zeit, entscheidende Unterlagen nachzureichen, um die Spiel-Lizenz doch noch zu bekommen. Entscheidende, wie die Eingangsbestätigung am Konto von drei Millionen Euro des angeblichen Investors Thomas Kienle.

Was heute schon fix passiert, die Einreichung der Klage der Olympiaworld wegen fehlender 310.000 Euro Miete. Einige andere Gläubiger dürften sich anschließen. Da ist’s nur noch ein Schrittchen bis zur offiziellen Zahlungsunfähigkeit. Und damit von einem Konkurs der Wacker GesmbH (Profi-Abteilung). Möglicherweise reißen die Altlasten auch den Verein mit.

Eckball verschlafen

Ach ja – gespielt hat Wacker auch. Weniger ansehnlich und auch weniger erfolgreich als zuletzt. 0:3 bei BlauWeiß Linz. „Angefangen haben wir ganz gut, aber dann – wie so oft – bei einem Standard geschlafen. Dagegen zu halten, aber das ist uns gegen die griffigen Linzer nicht gelungen. Das war nicht unser Tag,“ resümierte Trainer Michael Oenning die glatte Abfuhr in Linz. Nun warten am Freitag am Tivolistadion die Rapid-Amateure, wenn es Wacker da noch ...