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Ausgabe: 05. Mai 2022

Wolfgang Müller

Letztes Aufgebot zwischen Trotz und Resignation

Der Profifußball in Innsbruck scheint Geschichte, dennoch wollen die noch verbliebenen Vertragskicker des FC Wacker die Saison anständig beenden.

Innsbruck – Es bleibt vorerst bei acht Profis, die nach ausbleibenden Gehaltszahlungen beim FC Wacker das Dienstverhältnis vorzeitig beendeten und damit im Sommer ablösefrei wechseln können. „Ich gehe davon aus, dass keiner mehr abspringt“, bastelt FCW-Coach Michael Oenning am Kader für das morgige vorletzte Saisonheimspiel ab 18.30 Uhr gegen Horn. Die Durchführung scheint gesichert, für die vorgeschriebene Security soll gesorgt sein, der VIP-Bereich bleibt geschlossen.

„Es ist kompliziert, aber wir werden auch gegen Horn wieder einen 18-Mann-Kader auf die Beine stellen“, bastelt Oenning am Aufgebot. Was die ohnehin schon schwierige Situation noch verschärft, ist der Spielplan der Regionalliga-Abstiegsrunde. Denn praktisch zur gleichen Zeit (19 Uhr) muss die zweite Wacker-Mannschaft in Wattens gegen die WSG-Amateure antreten.

Florian Kopp, Raphael Galle (fix bei der Admira), Clemens Hubmann, Darjo Grujcic, Fabio Markelic, Merchas Doski, Robert Martic und Goalie Alex Eckmayr (bei der WSG Tirol im Gespräch) stehen bekanntlich nicht mehr zur Verfügung. Gegenüber dem 3:3 bei den OÖ Juniors wird sich wohl nur auf einer Position etwas ändern – für Martic muss abermals ein neuer Innenverteidiger gefunden werden. Aufgrund der Legionärsregelung (nur sechs im Kader) wird Rio Nitta morgen wohl in Wattens auflaufen.

„Ich ziehe es hier in Innsbruck bis zum Schluss durch. Was im Sommer sein wird, wird man sehen, ich bin kein Prophet“, konzentriert sich Oenning trotz der Hoffnungslosigkeit im Umfeld auf das sportliche Finale der zweiten Liga und versucht das allen Untergangsszenarien zum Trotz dem verbliebenen Restkader auch zu vermitteln. „Die Mannschaft rückt noch enger zusammen. Man muss es akzeptieren, wie es ist. Was bleibt uns auch anderes übrig?“