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Ausgabe: 11. Mai 2022

Florian Madl

Bus-Geld kommt aus dem „Ländle“

Während der FC Wacker mögliche Zukunftsszenarien erarbeitet, bangt man bei Titelanwärter Lustenau um die Fortsetzung des Tiroler Zweitliga-Spielbetriebs.

Innsbruck – „Wir versuchen es seit 20 Jahren, jetzt haben wir die Chance dazu“, erzählte der Lustenauer Vorstandssprecher Bernd Bösch gestern im TT-Gespräch. Die Hoffnung, noch dazu mit dem Stadionprojekt im Hintergrund, erfuhr zuletzt allerdings einen Dämpfer. Denn wenn der FC Wacker seine beiden letzten Spiele (St. Pölten/auswärts, Freitag und FC Dornbirn/daheim, 22. Mai) nicht durchführen kann, entfallen für die ganze zweite Liga alle Punkte gegen den FC Wacker. Zur Folge hätte das eine Rochade an der Tabellenspitze, wodurch der FAC auf einem Aufstiegsplatz liegen würde.

Lustenau-Sprecher Bösch versprach deshalb, „alles zu tun“, um den FC Wacker bei den ausstehenden beiden Spielen zu unterstützen. Auch von Fan-Seite sei ihm bestätigt worden, dass es „nicht an ein paar hundert Euro“ scheitern würde. So geschah es letztlich auch, denn die Finanzierung der Busfahrt nach St. Pölten – aus Spargründen eine Tagesfahrt – wurde von den Vorarlbergern übernommen, die den Verein im kommenden Spieljahr unbedingt oben sehen wollen. Das wurde auch von Wacker-Seite bestätigt.

Einer Bestätigung bedarf es allerdings auch im Fall der Damen-Bundesliga-Mannschaft des FC Wacker für die kommende Saison. Der sportliche Leiter Benjamin Stolte bleibt zuversichtlich: „Wir haben die Liga gehalten und hoffen auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs.“ Der Unterländer berichtet von Gesprächen mit dem Fußballverband, zuletzt tauchte auch eine weitere Variante auf. So soll Bundesligist WSG Tirol nicht abgeneigt sein, die Wacker-Damen einzugliedern. Schon einmal beteiligte man sich in der Kristall-Gemeinde an einer Spielgemeinschaft mit Rinn und Tulfes.