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Ausgabe: 14. Mai 2022

Georg Fraisl

Das K.o. ist jetzt nicht mehr weit

> Das erhoffte Geld traf bei Wacker auch gestern nicht ein, nun steht am Montag wohl die Insolvenz an > Investor Ponomarew zögert, der Kitzbüheler Landrock winkt ab > Mannschaft verlor in St. Pölten 1:3

Sonntag läuft das Ultimatum der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) für Zweitligist Wacker Innsbruck aus. Daher wird wohl spätestens am Montag wegen nicht bezahlter Beiträge der Insolvenzantrag gestellt werden. Vermutlich für GmbH und Verein, da die Gagen der Spieler (95.000 pro Monat) über die GmbH, die Gehälter der Mitarbeiter und der Geschäftsführung (47.000) jedoch über den Verein abgewickelt werden.

Am selben Tag, so hat Präsident Kevin Radi intern verkündet, werde die „Kienle-Kohle“ doch noch auf dem Konto der Blockrock GmbH (Kernmitglied) eintreffen. Mit einer 100.000 € „Blitzüberweisung“ (gibt’s das?) habe man die ÖGK-Forderungen abgedeckt.

Wirklich? Und wenn das erneut eine dieser „Radi-Schnuppen“ am finsteren Wacker-Himmel war? Dann wird der traditionsreiche Wacker nach dem letzten Saisonspiel gegen Dornbirn (Sonntag, 22. Mai, 17 Uhr) wohl Geschichte sein.

Denn auch Hannes Rauch, der an der Seite von Mikail Ponomarew den Klub retten will, weiß genau, dass die Zeit gegen die Schwarzgrünen läuft. Und Patrick Landrock (Kitz-Venture) hat abgewunken: „Kein Konzept erkennbar.“

Lustenau ist Meister

Die Mannschaft verlor in St. Pölten nach 1:0-Pausenführung durch Tekir (25.) mit 1:3. Knaller schied verletzt aus, Markus Gabl (20) kassierte 138 Sekunden nach der Einwechslung einen Treffer, hielt sonst aber stark. Lustenau gewann in Horn durch zwei Eigentore 2:1, ist Meister und will nun Ronivaldo (auch Offerte von Linz und Ried) und Clemens Hubmann holen.