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Ausgabe: 01. Juni 2022

Georg Fraisl

Achselzucken bei Wacker

> Bringt die Pfingsttaube das ersehnte Geld? > Bis zum Wochenende will Präsident Radi alles geklärt haben > Konkurs-Antrag lässt ihn kalt

Die Liste der Gläubiger mit Außenständen von (zum Teil weit) über 10.000 Euro umfasst rund zwei Dutzend Posten. Die Gehälter für die Mannschaft sind nur einer davon – und schlagen sich bei den Schulden in der Höhe von 285.000 Euro nieder. Inklusive der nichtbezahlten Mai-Gage, die man rein theoretisch noch bis zum Wochenende zahlen könnte.
Bis gestern ist die „Kienle-Kohle“ nicht eingetroffen.

Der Glaube von Präsident Kevin Radi, dass die schwarzgrünen Dinge aber doch noch ins Lot kommen, ist nach wie vor ungebrochen. Noch in dieser Woche denkt Radi an eine Pressekonferenz, in der die Hintergründe der Misere offen gelegt werden sollen.

Grujcic zu Lustenau

Dass einige Wacker-Spieler nun den Insolvenz-Antrag stellen wollen, verändert die Situation beim Innsbrucker Klub weder positiv noch negativ. Zum einen, weil bis gestern ein derartiger Antrag bei Gericht (noch) nicht eingelangt ist. Zum anderen, weil „es das gute Recht jedes Gläubigers ist“, wie der Wacker-Präsident überraschend trocken feststellt.

Sorgen, dass der Spieler-Antrag eine „Lawine“ lostreten könnte, hat Radi auch nicht: „Weil ich ja hoffe, dass wir das bald alles aufklären können.“
Darijo Grujcic, seit 2020 Innenverteidiger bei Wacker, hat von seinem vorzeitigen Vertragsaustritt (bis 2023, mit Option) profitiert. Gestern hat der 23-Jährige bei Aufsteiger Austria Lustenau unterschrieben und wechselt somit ablösefrei in die Bundesliga.