Tiroler Tageszeitung

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Alex Gruber

19. Juli 2026

Ein Traumtor beim Fanfest

Die Pflichtspiel-Generalprobe des FC Wacker Innsbruck gegen Chemie Leipzig ging beim späten 1:0-Sieg vor 4850 Fans im Tivoli-Stadion über die Bühne.
Das Beste kam aus sportlicher Sicht zum Schluss. Denn wie der eingewechselte Wacker-Kapitän Rami Tekir in Minute 90 zunächst einen Verteidiger und dann auch Leipzig-Goalie Marcel Bergmann am Weg zum 1:0 umkurvte, war allererste Sahne. Und somit konnte man das letzte Testspiel vor dem Pflichtspiel-Auftakt im ÖFB-Cup gegen die Reichenau (Samstag, 18 Uhr) als geglückt bezeichnen.

Was sich auf den Tribünen und dank der tollen Chemie-Fans auch in der Innenstadt schon Stunden vor dem Spiel abspielte, war ein friedliches und farbenfrohes Fest, das man sich in der Fußballszene an jedem Spieltag wünscht. Der Support war sowohl auf der Nord- als auch der Südtribüne der Gäste großartig.

Das Match hielt da nicht ganz mit. Wackers Startelf mit nur zwei Neuen – Goalie Juri Kirchmayr und Robin Littig auf der Sechs – erinnerte stark an den Westliga-Titel. Und bei allen gefährlichen Aktionen in Hälfte eins hatte Flügel Bright Owusu seine Beine im Spiel: Zunächst versuchte es der flinke Flügel zweimal selbst (18., 25.), dann bereitete er einen Querlatten-Treffer von Adrian Lechl (40.) vor. Der Rest war überschaubar, brandgefährlich – Kirchmayr rettete einmal gegen Mittelstürmer Sodji (26.) – wurde auch der deutsche Regionalligist nicht wirklich.

Nach einer Rettungstat gegen Leipzigs Pfeil musste Kirchmayr gleich nach Wiederanpfiff mit einer blutenden Wunde im Gesicht vom Feld, Lukas Tauber kam rein. Den nächsten Offensiv-Akzent für die Schwarz-Grünen setzte wieder Owusu, Mittelstürmer Anderson Rodriguez brachte das Leder aber nicht am aufmerksamen Leipzig-Keeper Bergmann vorbei (57.). Bei vielen Wechseln auf beiden Seiten signalisierten die Deutschen bei ruhenden Bällen am meisten Gefahr, ehe Tekir das Goldtor vor der Nord gelang.

„Ich denke, dieses Match hatte Zweitliga-Niveau, weil man die vierte deutsche Liga da ansiedeln kann. Mit Fortdauer des Spiels sind wir besser geworden“, schloss FCW-Cheftrainer Sebastian Siller die Sommer-Testspielserie ab.

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