Tiroler Tageszeitung

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D. Lenninger, M.Pipal

26. Juli 2026

FC Wacker erfüllte die Pflicht

Der Favorit setzte sich im ÖFB-Cup-Stadtderby gegen die Reichenau 3:0 durch. Kitzbühel glänzte beim 4:1-Sieg in Lustenau.

Der gestrige Spielverlauf: Wacker erwischte keinen Sahnetag. Und feierte im ÖFB-Cup dennoch einen klaren 3:0-Heimsieg gegen die Reichenau. Wäre diese Darbietung in der vergangenen Saison im Umfeld noch pragmatisch als Arbeitssieg beschrieben worden, werden die Schwarz-Grünen dieser Tage an der neuen Spielwiese 2. Liga gemessen. Obwohl auch gestern wieder fast dieselbe Formation wie in der Westliga auflief, sind die Erwartungen im Tivoli-Stadion merklich gestiegen – kein einfaches Unterfangen. 

Von den Neuzugängen standen gestern vor 2925 Fans nur der defensive Mittelfeldspieler Robin Littig und der neue Einser-Goalie Juri Kirchmayr in der Startelf. Die Tore schossen freilich andere: Einen nach einer Reichenauer Slapstick-Aktion fälligen Foulelfmeter verwertete Adrian Lechl zur Führung (20.). Nach einem Eckball köpfelte Anderson Rodriguez zur komfortablen 2:0-Pausenführung (44.). Der eingewechselte Neuzugang Matt Evans stellte dann just bei seinem Debüt mit einem sehenswerten Treffer den Endstand her (92.). 

In der zweiten Halbzeit passierte nicht mehr allzu viel. Dass Wacker-Innenverteidiger Phil Kunze zum „Man of the Match“ gewählt wurde, passte ins Bild. Der Zweitligist ließ wenig zu, am gefährlichsten war auf Reichenauer Seite noch Neuzugang Christoph Eller, der gleich zwei Mal am hellwachen Wacker-Goalie Kirchmayr scheiterte. 

„Die ersten beiden Gegentore waren vermeidbar, da haben wir es dem Gegner zu leicht gemacht“, bilanzierte Reichenau-Trainer Gernot Glänzer. Danach war die Messe gelesen. „Ich finde, erste Halbzeit haben wir viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Zweite Halbzeit war es holpriger: Alles in allem muss man aber sagen: 3:0-Sieg in der ersten Cup-Runde – wir sind gut hineingestartet“, bilanzierte Wacker-Coach Sebastian Siller. 

Neben dem FC Wacker und der WSG Tirol (6:0 in Wieselburg am Freitag) zog auch der Westligist FC Kitzbühel von Trainer Michael Baur in die zweite Cup-Runde ein. Neuzugang Stefan Lauf, Luka Redek und Deniss Stradins per Doppelpack sorgten für einen klaren 4:1-Auswärtssieg beim Westliga-Rivalen FC Lustenau. Die Vorarlberger schwächten sich noch vor der Pause selbst: Batuhan Karakas sah wegen Kritik innerhalb von wenigen Sekunden Gelb-Rot. 

Ein Kuriosum vom 5:1-Sieg von Zweitligist Austria Salzburg bei Regionalligist Wals-Grünau: Mit dem Hattrick-Torschützen Christian Gebauer, Kapitän Florian Rieder und dem Osttiroler Nico Lukasser-Weitlaner trafen für die Salzburger gleich fünf Tiroler.

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