Kronen Zeitung

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J. Mülleder

1. August 2026

Beim Profi-Comeback bei Tropenhitze gelang eiskalter Traumstart

Nach abgelegter Anfangsnervosität legte Wacker Innsbruck in der 2. Liga richtig los und ließ Bregenz beim 5:0 (4:0) keine Chance

Wie malt man sich das Comeback im Profi-Fußball nach 1531 Tagen aus? Genau so! 
Wacker Innsbruck überrollte gestern beim ersten Auftritt in der 2. Liga seit Mai 2022 die Gäste aus Bregenz richtiggehend. Und brauchte dafür vor der Pause nicht einmal viele Chancen: Genau vier – und die wurden am warmen Sommerabend alle eiskalt verwertet! 

▶ Eiskalt 1: Das Tor kam quasi aus dem Nichts. Wacker war erstmals gefährlich vor dem Tor der Vorarlberger. Einen Freistoß von der halb-rechten Seite brachte Adrian Lechl perfekt zur Mitte, Verteidiger Florian Kopp schraubte sich am höchsten und verlängerte per Hinterkopf zum ersten Treffer von Wacker bei der Rückkehr (26.). 

▶ Eiskalt 2: Nur sechs Minuten später schlugen die Schwarz-Grünen mit der zweiten Chance erneut zu. Lechl setzte sich mit einem Dribbling durch, flankte mit links aufs lange Eck, Youngster Christopher Weinzierl war am schnellsten und schupfte das Leder an SW-Goalie Aizawa vorbei ins Netz. 

▶ Eiskalt 3: Auch bei der dritten Möglichkeit blieben die Jungs von Trainer Sebastian Siller ihrer Kaltschnäuzigkeit treu. Eine Lechl-Flanke köpfte der Uruguayer Anderson Rodriguez Arteaga genau in den Lauf von Mittelfeldmotor Mouhamed Sy, der nur noch einspitzeln musste (37.). 

▶ Eiskalt 4: Noch vor der Pause verwerteten die Innsbrucker auch ihre vierte gute Möglichkeit. Ein Abpraller sprang heraus zu Kapitän Alexander Joppich – und dem routinierten Außenverteidiger gelang gleich zum Auftakt ein Traumtor: Er zog aus 18 Metern ab und traf genau ins Kreuzeck! 

Mit dem pünktlich zur Pause einsetzenden Regen kühlte dann auch das Spiel ein bisschen ab. Das tat der Feierstimmung der 4244 Fans im Tivoli aber keinen Abbruch. Dazu durften sie noch einmal richtig jubeln: Nach einer Ecke des eingewechselten Rami Tekir (übernahm die Kapitänsschleife) schraubte sich Verteidiger Phil-Louis Kunze am höchsten und köpfte zum 5:0-Endstand (71.) ein. 

Traum ging in Erfüllung 

„Wir haben uns den Einstand so erträumt, aber dass es wahr wird, ist ein Stück weit surreal“, jubelte Siller. 
Auch der „Mann des Spiels“ Christopher Weinzierl konnte den sensationellen Start mit seinem ersten Profi-Tor nicht fassen: „Es ist unbeschreiblich, ein Mega-Gefühl!“

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