Schwarz-Grünen gelang mit dem 5:0 über Bregenz der zweitbeste Saisonstart der Vereinsgeschichte im österreichischen Profi-Fußball
Das war ein Auftakt nach Maß. 5:0 bei der Rückkehr in die 2. Liga. So hatten sich die schwarz-grünen Anhänger und auch die Verantwortlichen das vorgestellt. Die Spieler selbst hatten sich so ein Auftakt erträumt.
Es war sogar einer der besten Starts aller Zeiten (in den höchsten zwei Spielklassen) für Wacker! Nur im Jahr 2000 unter Kurt Jara legte man in der Bundesliga noch besser los, gewann gegen die Admira 6:1 – dabei erzielte „Radogoal“ Gilewicz drei Treffer. Und dann muss schon sehr weit zurückgehen bis zum einem weiteren 5:0-Auftaktsieg: 1986 gelang das gegen die Vienna unter Felix Latzke – mit einem Doppelpack von Stürmer Peter Pacult.
Wacker-Präsident Hannes Rauch trat nach dem jetzigen so erfolgreichen Start erst einmal ein bisschen auf die Euphorie-Bremse. „Erleichtert bin ich erst, wenn ein paar Runden gespielt sind. Dann kann man mehr sagen“, meinte er und gönnte sich nach dem ersten Jubel eine Sieges-Zigarette.
Selbst Harald Gärtner, der sich bis vor kurzem als Bindeglied zum strategischen Partner LA FC um Wacker kümmerte und nun zu Ingolstadt gewechselt ist, feierte auf dem Rasen mit. Während auf der Bregenzer Seite der neue japanische Investor Takashi Okuri mit den Spielern abklatschte, die mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen.
Kurze Feier
Dagegen durften sich die Wacker-Spieler von den Fans feiern lassen. Das Fünf-Tore-Spektakel hätte sich durchaus mehr als die 4244 Zuschauer verdient. Aber auch diese sorgten noch lange nach Abpfiff für gute Stimmung. Auch, weil die Spieler sie mit fünf schönen Toren und ein paar Gustostückerln verzauberten. Zwei der Treffer entstanden nach Standardsituationen. „Das war der Dosenöffner“, sagte Sebastian Siller stolz, „wir trainieren pro Woche eine Stunde nur dafür.“ Co-Trainer Matthias Voppichler hat sich dieses Themas angenommen und es zu einer Waffe für Wacker gemacht. „Ihm gehört ganz großer Dank“, lobte der Trainer.
