▶ Für die 5500 Fans wurde das Topspiel der 2. Liga zum Fußballfest.
▶ Für Wacker wurde die Partie in Linz zu einer echten Lehrstunde
Noch bevor der Ball rollte, war klar: Das wird ein besonderer Fußballabend. Volle Ränge, beeindruckende Choreografien und zwei lautstarke Fanlager sorgten beim Duell zwischen Blau-Weiß Linz und dem FC Wacker für eine besondere Atmosphäre.
„Großes Kompliment an beide Fanlager, da ist schon Bundesliga-Feeling aufgekommen“, fasste Sportdirektor Jakob Griesebner die Stimmung zusammen. Aus Innsbruck reisten rund 600 Fans nach Linz ins ausverkaufte Hofmann-Personal-Stadion.
Am Platz selbst konnte Wacker allerdings noch wenig Bundesligataugliches zeigen. „Es war jetzt nicht so, dass sie uns hergespielt haben, aber Blau-Weiß ist schon verdient als Sieger vom Platz gegangen“, sagte Griesebner. Aus Wacker-Sicht hervorzuheben war trotz der drei Gegentore die Leistung von Goalie Juri Kirchmayr. „Der hat uns in der ersten Hälfte gegen Ronivaldo im Spiel gehalten“, lobte der Sportdirektor den jungen Schlussmann.
Ausschlaggebend war für den Tiroler Sportchef vor allem der Treffer zum 2:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: „Das war bitter. Dann haben sie sich in der zweiten Hälfte kompakt hinten reingestellt und damit haben wir uns sehr schwergetan.“
In der 79. Minute machten die Linzer nach einem Gestocher im Strafraum durch Nico Grimbs mit dem 3:0 alles klar. In der Nachspielzeit war Florian Kopp bei einem Foul der letzte Mann und sah Rot.
„Das ist bitter, denn nach der neuen Regel ist er damit wahrscheinlich zwei Spiele gesperrt“, fügte Griesebner an.
Der Sportdirektor befand sich auf dem Weg von Linz retour auf einem Scouting-Einsatz. „Es wird sicher noch zwei bis drei Spieler für die Offensive brauchen – damit die Umschaltsituationen besser werden“, erklärte der Unterländer.
