Im zweiten Saison-Heimspiel hat der FC Wacker Innsbruck heute (18.30 Uhr) den noch punktelosen Vizemeister aus St. Pölten zu Gast. Der größere Druck liegt auf Seiten der Gäste.
Am 13. Mai 2022 standen sich die Niederösterreicher und der FC Wacker, der Wochen später aufgrund der Insolvenz in die Tiroler Liga musste, zuletzt in der 2. Liga gegenüber. Der einzige Wacker-Akteur, der damals bei der 1:3-Niederlage wie heute an Bord ist, heißt Rami Tekir. An seinen Führungstreffer in St. Pölten kann sich der Wacker-Kapitän noch gut erinnern: „Es war ein ‚Spitz‘ zur 1:0-Führung. Es ist jetzt natürlich schön,. dass wir wieder zurück sind und gegen solche Gegner spielen können.“ Von der Tabelle will sich der 29-jährige Routinier nicht blenden lassen: „Es wird wieder ein sehr schwieriges Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft mit erfahrenen Spielern. Wir müssen weiter hart arbeiten.“
Cheftrainer Sebastian Siller schlägt in dieselbe Kerbe: „Unser Start mit sechs Punkten ist eine nette Momentaufnahme, weil wir noch nicht wirklich gewusst haben, wo wir stehen. Ich messe der Tabelle keine große Bedeutung bei, St. Pölten könnte nach den gezeigten Leistungen auch schon vier bis sechs Zähler am Konto haben. Aber das spiegelt auch die Liga wider. Und du kannst gegen jeden gewinnen und gegen jeden verlieren.“
Die Schwarzgrünen wollen gegen einen spielstarken Gegner zunächst einmal „solide stehen und schauen, was nach vorne geht“. Denn Siller vergisst auch nicht zu erwähnen, wie jung die FCW-Offensivreihe mit Spielern wie Christopher Weinzierl (18), Adrian Lechl (21), Anderson Rodriguez (19) oder Mouhamed Sy (21) sei. Offensiv ist noch Verstärkung erwünscht: „Man kann sich auch nicht erwarten, dass so junge Spieler über die ganze Saison so stabil sind. Da brauchen wir auch eine gewisse Breite.“
Im ersten Heimspiel gegen Bregenz (5:0) schlugen die Innsbrucker auch durch Standardsituationen zu: „Wir haben wieder daran gefeilt und hoffen, dass wieder etwas geht. Wir spielen auf jeden Fall zuhause und wollen gewinnen. Wir wissen aber auch, dass es wieder ein typisches Zweitliga-Spiel werden kann, das auf die ein oder andere Seite fallen kann.“ Die treuen Fans bleiben im Tivoli-Stadion immer ein schwarzgrüner Faktor.
