Zehn Monate nach dem Wacker-Spiel in Altach wurden Sperren gegen randalierende Fans ausgesprochen, juristische Konsequenzen drohen.
Die Bilder vom 15. November des Vorjahrs, als der FC Wacker noch in der Westliga spielte, sorgten für Aufsehen: Nach dem Duell bei den Altach Juniors (2:2) kam es zu heftigen Ausschreitungen, ein gutes Dutzend Tiroler Fans attackierte Vorarlberger Anhänger mit Faustschlägen und Tritten, Polizisten wurden mit Tischen, Mülltonnen und Stangen beworfen.
Zahlreiche Streifen aus umliegenden Bezirken mussten zusammengezogen werden, um die Situation zu beruhigen. Zwei Beamtinnen wurden durch Tritte gegen den Oberkörper verletzt, ein Beamter erlitt eine Prellung. Neben Körperverletzungen wurden Sachbeschädigungen verzeichnet.
Auf Ebene der Entscheidungsgremien Bundesliga und ÖFB wurden nun 15 Stadionverbote verhängt, die Dauer beträgt mindestens zwei Jahre. Der FC Wacker als Heimverein muss sicherstellen, dass die mit der Sperre belegten Anhänger nicht ins Tivoli kommen, auch bei Auswärtsspielen dürfen sie nicht ins Areal. Nach Hälfte der Strafe könnte jeder Betroffene einen Antrag auf Aufhebung stellen, Einsicht oder ehrenamtliche Arbeit beim Klub würden das begünstigen.
Wacker-Präsident Hannes Rauch nahm die Entscheidung zur Kenntnis: „Wenn die Gremien dieses Urteil fällen, dann ist das zu akzeptieren.“ Allerdings hielt der 55-jährige Jurist fest: „Die Fan-Clubs bei uns leisten tolle Arbeit, dieses Verhalten spiegelt nicht die Werte des Vereins wider.“ Rauch fragt sich allerdings auch, ob die Sperre bei manchem nicht überzogen sei.
Es bleibt jedoch nicht nur bei der Entscheidung von Bundesliga und ÖFB: Nach dem Vorfall ging auch bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch eine Anzeige ein, ein Sprecher bestätigt dort laufende Ermittlungen.
