Das ÖFB-Cup-Achtelfinale Zwischen dem FC Wacker und der WSG Tirol lockte 16.071 Zuschauer ins Tivolistadion. Der Bundesligist aus Wattens setzte sich nach einem 2:2-Remis im Elfmeterschießen mit 4:3 durch.
Von Strengen am Arlberg übers Ötztal bis ins tiefste Tiroler Unterland waren die Fans gekommen, um nach über acht Jahren Pause das erste Kräftemessen auf Profi-Ebene zwischen dem FC Wacker und der WSG Tirol live mitzuerleben. „Schwarz-grün sind die Farben, die alle im Land im Herzen tragen\", stand auf dem Banner vor der Nord-tribüne, der bei der anschließenden Choreografie im Stadion untermauert wurde.
Und es wurde zu einem Drama, was den Fans auf beiden Seiten geboten wurde. Das Finale gab\'s vom Elfmeterpunkt, wo sowohl Wacker-Keeper Juri Kirchmayr als auch der bosnische WSG-Teamgoalie Salko Hamzic ganz stark jeweils drei Elfmeter parierten. Bright Owusu hatte den Matchball für den FCW, scheiterte aber an der Latte. Und dann wurde Eigengewächs Christopher Weinzierl als insgesamt 14. Schütze zum Unglücksraben. Kopf hoch Junge, kann man da nur sagen.
Die WSG sah zuvor nach einem Joker-Treffer von Thomas Sabitzer in der Verlängerung (110.) schon wie der Sieger aus, ehe der FC Wacker ebenfalls durch einen Wechselspieler (Gabriele Bianchieri) zum 2:2 (116) ausgleichen konnte Das war den Schwarzgrünen, die zu Spielbeginn vom Bundesligisten aus Wattens bei frühem Rückstand (0:1/Balic) etwas überrumpelt wurden, schon in der 16. Minute durch den Ötztaler Luis Gstrein mit dem 1:1 gelungen. Danach war es ein Duell auf Augenhöhe, mit Chancen auf beiden Seiten das Match schon in der regulären Spielzeit wie eben auch in der Verlängerung zu entscheiden. Der FC Wacker durfte zurecht mit seinen Fans eine starke Leistung feiern, aber am Ende heißt es „the winner takes it alliỊDie WSG wahrte die Papierform und steht im ÖFB-Cup-Viertelfinale.
»Es ist toll, was sich hier um den FC Wacker und den Tiroler Fußball bewegt. Ich war auch letztes Jahr beim Cup-Match gegen Rapid am Tivoli zu Gast und erwarte mir heute eine ähnlich heiße und knappe Par-tie\", hatte der ÖFB-Vorstands-vorsitzende Josef Pröll den Countdown im Duell zwischen dem Innsbrucker Zweitligisten und dem Wattener Bundesligisten vor Spielbeginn einge-leitet. Viele Ex-Größen (Man-fred Gombasch, Michael Baur, Michael Streiter, Helmut Kraft, Christian Ablinger, Florian Mader und viele mehr) tauschten im VIP-Club wie auf der Tribü-ne ihre Expertise aus. Der Schiedsrichter hatte mit Sebastian Gishamer Champions-League-Format, ließ aber (zu) viel laufen und manch (Trikot-) Foul außer Acht. Entscheidend war aber am Ende die letzte Hamzic-Parade, mehr Spektakel hätte man den 16.000 Fans auf den Rängen kaum bieten können.
