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Mamma mia!

Es ist zum Haare raufen, zum verrückt werden – man könnte durchdrehen. Aber alles damische Herumgehüpfe nach der xten vertanen Chance bringt nichts, wenn das Runde nicht ins Eckige will. Ja Mamma Mia, ist das denn so schwer?! Ein Tor misst 7,32 Meter von einem Pfosten zum anderen. Und die Querlatte befindet sich 2,44 Meter über dem Rasen. 17,86 Quadratmeter hat so ein Tor. Ja verdammt noch einmal, da wird doch einer…

 

Noch ein paar Fakten

Ganze 25-mal hat der FCW probiert das Tor der Kapfenberger SV zu gefährden. Gefährlich ist es dabei des Öfteren geworden. So fünf bis sechs Großchancen konnten die Schwarz-Grünen für sich verbuchen. Und das trotz einer Menschenmauer vor dem Kapfenberger Tor. Auf der Gegenseite kam es zu keinem einzigen Schuss auf das Tor der Innsbrucker. 61,3% ihrer Zweikämpfe wurden von unseren Jungs gewonnen. An die 66% ist der Ball am Fuß oder Kopf der Schwarz-Grünen gewesen. Auch aus 13 Eckbällen (zwei der KSV) konnte kein Kapital geschlagen werden. Wacker befand sich zumeist im Vorwärtsgang. Schnell, dynamisch und auch technisch alles andere als schlecht. Auch kamen 79% der Zuspiele beim Mitspieler an (560 angekommene Pässe auf Seiten des FCW. 260 hingegen der KSV). Wie Standards sollten auch Flankenbälle vermehrt trainiert werden. Nur 33% dieser Flanken kommen auch an den Mitspieler. Dazu sollte aber auch gesagt werden, dass bei den „Falken“ keine Einzige ihr Ziel auch erreicht hat. Da hat unsere Defensive ganze Arbeit geleistet!
Wacker Innsbruck zeigte schon in den ersten Runden ein komplett anderes Gesicht als in den Saisonen zuvor. Mit Herz und Leidenschaft wurde da bis zur letzten Sekunde geackert. Da die Präzision vor dem Gegnerischen Tor gefehlt hat, steht man trotzdem mit einer Nullnummer da. Und die fast 3000 Tivoli Besucher blickten nach dem Schlusspfiff ein wenig leer auf den grünen Rasen.

Toll

Dabei hat das Spiel mit einer tollen und ebenso einfallsreichen Choreographie der Tivoli Nord Innsbruck begonnen. Eine Woche intensive Arbeit haben sich gelohnt. Übrigens war die Stimmung im Stadion top und schon mal bundesligatauglich. Hervorheben möchte ich da einmal unsere Fans auf der Osttribüne, welche in dieser Begegnung richtig mitgegangen sind. In der zweiten Halbzeit wurde diese Partie hektischer. Aber der Rückhalt auf den Rängen immer intensiver. Man spürt direkt die neue Verbundenheit „Verein – Mannschaft – Fans – Verein“

Während des Spiels gab es für die verabschiedeten Ex-Wackerianer Sebi Siller und Alex Hauser Sprechchöre. Auch dass das Stadionmagazin jetzt nur noch online zu lesen sein wird, ist ein Thema unter den Fans gewesen. Das kommt weniger gut an. Denn das Schmökern im Stadionheft hat Tradition seit den Wacker-Kurieren in den 60ern. Irgend etwas sollte es da auch weiterhin geben…
Nach dem Schlusspfiff gab es stehende Ovationen für unser Team. Fußballgott schau wieder runter, auf den FC Wacker Innsbruck!

Warum es für den FCW schwieriger ist

Genau diese Verbundenheit, diese Atmosphäre, wie die 104-Jährige Geschichte des Vereins können eine gewisse Bürde sein. Und für den Gegner Motivation genug. Alleine der Name Tivoli bürgt für Ehrfurcht. Da will man gewinnen, oder zumindest nicht verlieren, und gibt zumeist ein paar Prozent mehr, als es normal der Fall wäre. Der FC Wacker Innsbruck besitzt im Österreichischen Fußball noch immer einen klingenden Namen. Gegen den zu spielen ist immer eine besondere Sache. Das bekomme ich in fremden Stadien immer wieder zu hören. Zuletzt nutzte Blau-Weiß Linz das Spiel gegen den FCW um ihre Meistermannschaft von 1974 noch einmal hoch leben zu lassen. Erkämpft wurde deren einziger Titel gegen den FC Wacker Innsbruck in einem Fernduell. Und wie sagte deren Stadionsprecher doch: Gegen Innsbruck zu spielen, ist – und war es immer – etwas Besonderes. Und so spielten die Blau-Weißen dann auch. Als ginge es um ihr Leben….

Und die KSV1919 am Freitag? Bei denen schien das Leben schon ausgehaucht zu sein. Die rannten und verteidigten als wäre der Teufel höchst persönlich hinter denen her. Und unser FC Wacker Innsbruck steht schon unter Zugzwang. Die Spieler kennen die Erwartungshaltung in Innsbruck. Jeder einzelne will unbedingt seinem Publikum etwas bieten. Und dass das mitunter schwer ist, versteht sich fast von selbst.

Geil

Mit einem farbenprächtigen Fanmarsch durch die Innenstadt bis hin zu den berühmt-berüchtigten Bögen, wo das Tivoli Nord Saisoneröffnungsfestl stattgefunden hat, wurde das erste Meisterschaftsspiel der Saison abgerundet. Etwa 200 Fans haben sich da lautstark auf dem Weg gemacht und hüllten die Stadt in Schwarz-Grün. Das gut besuchte Saisonsauftaktfest war ein voller Erfolg!

Am Freitag geht es dann nach Hartberg zum dortigen TSV. Das wird „a schware Partie für mi“. Erstens wird Hartberg der erwartet schwere Gegner werden und zweitens wird das eine halbe Weltreise. Das Stadion dort ist nett und in der Umgebung gäbe es billige Schnitzel. Drei Punkte wären mir aber lieber…

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Autor: Rudolf Tilg

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