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Von Thapsus über Shiloh bis nach Floridsdorf

Am 6. Tag des Monats April trifft der FC Wacker Innsbruck im Rahmen der 27. Runde auf den FAC. Eigentlich ein geschichtsträchtiges Datum, denn der sechste April hat es in sich.

 

Von Kriegselefanten und Felicitas

Beginnen wir streng chronologisch in der Antike: Auch 46. vor Christus brachten Kriegselefanten (wie zuvor Hannibal) kein Glück: Cäser konnte sich gegen Cato und seine Senatspartei in der Schlacht von Thapsus überlegen durchsetzen, nachdem ein Trompeter ohne Befehl das Angriffssignal gegeben hatte. Erinnert ein wenig an die letzte Runde, in der die Innsbrucker von Beginn an den Wiener Neustädtern das Fürchten lehrten. Ganz ohne Elefanten, Kavallerie und sonstiges, aber dafür mit ein wenig unterstützt durch Felicitas (die Glücksgöttin) die in der 15. Minuten den Schwarz-Grünen mit der roten Karte für die Gäste den Sieg erleichterte. Übrigens wurde selbige Felicitas weiland von Cäser während der Schlacht auch angerufen. Und die Alte Feli war dann bei der Sinnlosattacke von Dimitri Imbongo nochmals hilfreich, indem sie einen Schleier über die Augen des Unparteiischen legte. Somit blieb den Wackerianer im kommenden Spiel zumindest noch ein Flügelspieler im Kader, doch dazu später mehr.

Kap der guten Hoffnungen

Ein schneller historischer Sprung bringt uns ins Jahr 1652, als Jan van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien Kompanie in der Tafelbucht eine Niederlassung (heute Kapstadt) Am Kap der guten Hoffnungen gründete. Die guten Hoffnungen begleiten Wacker seit dem Frühjahr. Bis jetzt wurden alle Spiele gewonnen, die Hoffnung auf einen Aufstiegsplatz werden immer wahrscheinlicher zum Ende der Saison. Aktuell beträgt der Abstand der Innsbrucker (54 Punkte) auf den Zweiten in der Tabelle neun Punkte. Doch hoffnungslos ist die Situation für die Floridsdorfer die am Ende herumkrebsen auch nicht, denn aufgrund der Ligareform wird es am Ende der Saison keinen Absteiger geben. Da kann man dann ein spärlich ausgestattetes Punktekonto mit 19 Punkten und eine Tordifferenz mit -37 leichter verdauen.

Immer diese Flügel

Apropos verdauen, im Amerikanischen Bürgerkrieg startete am 6. April 1862 die zweitätige Schlacht von Shiloh. Die Schlacht zeichnete sich vor allem durch den exzessiven Einsatz der Flügel aus. Beide Seiten, der Norden unter Grant und Buell und der Süden unter Johnston (der bei der Schlacht den Tod fand) und Beauregard hatten zusammen Ausfälle von knapp 24.000 Mann zu beklagen. Der Großteil entfiel auf Verletzte, was zum Thema wackere Flügelspieler überleitet. Da sieht es im Moment trist aus: Jamnig verletzt, Harrer verletzt und Rakowitz verletzt. Das Herzstück der Armee von General Karl Daxbacher steht aktuell nicht zur Verfügung. Man darf gespannt sein, was dem Strategen einfällt, um dieses Problem zu lösen. Trotzdem muss und darf man sich gegen Floridsdorf einen vollen Erfolg erwarten und nicht so wie in Shiloh mit einem Unentschieden zufrieden zurückziehen. Vor allem für die Abwehr sollte das kommende Spiel keine große Herausforderung darstellen, konnten Lubega und Co. In den letzten fünf Spielen nur ein Tor erzielen, im Vergleich dazu erzielten die Innsbrucker deren elf.

Zum Abschluss noch ein kleines Quiz: Der Ex- Wackerianer Sahanek wird zum x-ten Mal auf seinen Ex Club treffen. Wie oft konnte er ein Spiel gegen die Innsbrucker gewinnen?

 

Bild: von Internet Archive Book Images [No restrictions], via Wikimedia Commons

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Autor: admin

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