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Ohne Worte!

Was tun? Ich kann doch unseren Lesern nicht eine leere Seite als Fanview präsentieren. Doch mir fehlen aufgrund der Darbietung vom Samstag gegen das bisherige Tabellenschlußlicht Admira Wacker vollkommen die Worte. Die Wackerfamilie steht unter Schock!

 

Spannende Woche

Letzte Woche war überhaupt spannend. Erstens stand das so wichtige „Sechspunkte-Spiel“ gegen den Tabellennachbarn aus der Südstadt vor der Tür und dann noch die Entscheidung über die Spiellizenz für die Saison 2019/20. Gespannt wurde am Freitag dieser Entscheidung entgegengefiebert. Und zum wiederholten Male wurde uns die Lizenz in erster Instanz zugesprochen. Das spricht für die gute Arbeit beim FC Wacker Innsbruck.
Jubelstimmung wollte dennoch keine aufkommen. Da ist einmal die Auflage mit der monatlichen Liquititätsprüfung. Das sieht unserer Präsident aber eher positiv.
Viel schlimmer ist aber die Tatsache, dass man mit einem Kampfmannschaftsbudget von gerade einmal 2,1 Millionen Euro (vorerst) an den Start gehen muss. Das ist weniger, als in den Zweitligajahren(!)
Nicht wenige stellen sich da die Sinnfrage.

Vom FC Wacker Innsbruck wurde in der Vergangenheit schon mal verlangt, jeden Euro in die Kampfmannschaft zu stecken. Wer ist so blauäugig?
Soll man auf den eigenen Nachwuchs verzichten? Zum Vergleich: unser letzter Gegner spielt mit sieben (!) Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Und waren es nicht dieselben, die schon mal kritisiert haben, dass zu wenig für den Nachwuchs getan wird und zu wenige eingesetzt werden? Hmmm…

Und dann kam der Samstag

Was für eine wichtige Partie gegen das Tabellenschlusslicht. Jetzt zählt jeder Punkt, jeder gewonnene Zweikampf. Ja, man kann sagen, es zählt jeder Millimeter am Rasen! Man hat unter der Woche die Parolen der Spieler vernommen. Und dann folgte der Samstag, 17.10 Uhr. Am Tivoli hätte es gut und gerne schon 0:3 stehen können. Kopfschütten, Rat- und Fassungslosigkeit machten sich breit und auf den Tribünen sind die Ersten ausgerastet. So was geht in der alles entscheidenden Phase gar nicht.
Katastrophenpässe, viel zu viel Platz für die Gegner, ungeschicktes attackieren. Die Fehlerkette der Schwarz-Grünen war größer, als der Grand Canyon.
Dann haben sich die Unseren etwas erfangen und in der zweiten Halbzeit sogar den verdienten Ausgleich erzielt. Von da ab war aber der schwarz-grüne Wacker gegen die „graue Maus“ aus der Südstadt völlig von der Rolle. Was haben wir da für Gegentore bekommen!?
Nicht einmal Miniknaben dürfen den Gegnern so viel Platz lassen. Gefühlt jeden (!) Zweikampf verloren, kein Feuer, kein Saft und keine Kraft und das im beinharten Abstiegskampf. Einfach unverständlich…

Wie soll es weitergehen?

Auf den Tribünen hat sich das „Ausrasten“ stark ausgebreitet. Unglaubliches war da laut zu hören. Hat man jetzt die letzten Getreuen auch noch vergrault?
Selbst auf der sonst so stimmgewaltigen Nord, wurden die Transparente vorzeitig entfernt (Höchststrafe) und die Mannschaft alles andere, als lieb verabschiedet.
Dabei war die Stimmung im Stadion trotz vieler siegloser Spiele bis Samstag alles andere als depressiv.
Unter diesen Eindrücken steht man dann da. Sprachlos und Fassungslos. Was war da passiert und was ist da gerade abgegangen?
Wie geht’s weiter, mit UNSEREM Verein. So viel wird investiert, so viel Herz in Schwarz-Grün gelegt. Und dann das!
Da ist man ratlos. Raucht mal einen Zigarillo und starrt, alles andere ausblendend, aufs Spielfeld. Da ist man es leid, sich ständig rechtfertigen zu müssen. Auf die schlechten Voraussetzungen in Innsbruck aufmerksam zu machen und ewige Diskussionen mit fast schon Wackerhassern. Man ist es ganz einfach einmal leid. Durch solche Darbietungen wie am Samstag fehlt dazu jede (!) Grundlage zur eigenen Argumentation.
Und nun sitze ich da und habe neben heftigem Kopfweh noch eine Leere in mir. Man weiß gar nicht, was man da noch schreiben soll.

Nicht aufgeben!

Diese Gefühlslage ist eine Momentaufnahme. Nicht die erste Emotion, denn da hätte ich gar nicht schreiben sollen, wollen und können. Aber aufgeben wäre das Falsche. Auch wenn die allgemeine Aufgabe alles andere als einfach wird. Ein unerwarteter Punktgewinn des TSV und wir könnten schon einpacken. Aber noch besteht die Chance. Und die sollten wir nutzen. Aber auch unsere Mannschaft muss dran glauben. Ich bin kein Psychologe, weiß nicht was da los ist. Aber ein gutes Spiel könnte alles ändern!
Also lets go, FC Wacker Innsbruck!

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Autor: Rudolf Tilg

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