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Als Wacker noch kein Mythos war (3)

Diese Berichte wurden aus den originalen Abschriften zu den diversen Wochen- und Monatsversammlungen des FC Wacker Innsbruck, sowie aus den damals herausgegebenen „Wacker-Nachrichten, Schriftverkehr und ähnlichem erstellt. Politisch ist Tirol durch die Franzosen besetzt, der Reiseverkehr innerhalb Österreichs und vor allem ins angrenzende Ausland umständlich.

 

Von TFV-Lob und Ausflügen

Inzwischen haben auch die Meisterschaftsspiele bereits begonnen. Wacker siegte gegen Eisenbahn SV 3:1 und Peter-Mayr-Sport 5:1. Der TFV teilt in seiner Aussendung im Mai 1947 mit, dass die A-Klassen-Vereine eine neutrale Bekleidung (Hose, Leibchen) bereitzuhalten haben die im Bedarfsfalle dem Schiedsrichter für das Spiel auszufolgen ist.
Dem Ziel die A-Klasse zu erreichen kam Wacker mit weiteren Siegen in Kematen 3:1 und gegen Telfs mit 2:1 immer näher.

In den Wacker-Nachrichten vom 6.5.1947 wird „wie so oft schon erwähnt, dass „Fotografien für Spielerpässe abgegeben werden sollen. Die einzelnen die es betrifft, haben es aber nicht der Mühe Wert gefunden, dies zu tun, sei es aus Vergesslichkeit oder Faulheit.“ Es soll aber hauptsächlich Jugend- und Schülerspieler betreffen.
Ein wahres Wunder ist es ferner, dass kein einziger Stoppeln für seine Fussballschuhe benötigt….
Vermerkt wurde auch ein Lob des TFV über den FC Wacker, welcher den Fussballplatz „am schönsten markiert“. Das Lob wird zuständigerweise an Sentobe weitergegeben. In der Wochenversammlung darauf wurde bekrittelt, dass Sentobe beim Platz markieren von den Jugendspielern keine Hilfe bekommt und „sogar noch kleine Mädchen mithelfen mussten“.

In der Wochenversammlung vom 22.5.1947 wurde das Pfingstprogramm besprochen und Vorstand Ottlyk machte den Vorschlag, einen gemütlichen Kameradschafts- und Familienausflug nach Reutte zu machen. Die Anreise soll per Bahn erfolgen, wo sie in Reutte von einem Auto abgeholt und nach Plansee zum Quartier gebracht würden. Ottlyk meinte weiters „Essen würden wir trachten, dass wir solches auftreiben können, jedoch ist es angebracht Lebensmittelmarken mitzunehmen“. Der Vorschlag wurde angenommen.

Nach Siegen gegen Silz und Imst ist der Aufstieg in die A-Klasse bereits gesichert. Nun wird in den Wacker-Nachrichten versucht Spieler zu werben. Vor allem jene werden angesprochen, die 1933 die Jugendmeisterschaft „glänzend bestritten“ haben, aber aufgrund dessen, dass Wacker erst später in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen konnte, bei anderen Vereinen tätig sind, damit sie zurückkehren zu ihrem Stammverein, dem FC Wacker.

Weiters wird ein weiterer Ausflug über Kufstein, zum Hechtsee veranstaltet. „Das Programm wickelt sich folgendermaßen ab: halb 9 Uhr Treffpunkt beim Vereinshaus Steden, Anichstrasse. Hierauf erfolgt die Abfahrt mit zwei Autos und Fahrt durch das Unterinntal nach Kufstein. Dort ist für ein Mittagessen vorgesorgt gegen Abgabe von Marken. Nach dem Einnehmen des Mittagessens fahren wir zum Hechtsee hinauf und bleiben dort bis ca. 4 Uhr. Zu dieser Zeit Abfahrt und Spiel um 16:30 Uhr unserer Altherrenmannschaft gegen unsere Reserve (2×30 Minuten). Um 17.30 Uhr startet das Freundschaftsspiel gegen Eisenbahn Kufstein. Hernach treten wir die Heimfahrt an mit einer kleinen Station beim Lederer in Rattenberg. Wir nehmen von uns aus Bier mit, damit wir auswärts nicht von der Gnade eines Wirtes abhängig sind.“
Zuletzt erfolgt noch ein Aufruf dass Musiker sich melden mögen, es solle eine kleine Kapelle gegründet werden die die Kameradschaftsabende verschönert. Gesucht wird auch noch ein Schlagzeug oder ein Musiker der ein solches besitzt.

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Autor: admin

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