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Wir holen schwarz-grüne Fans vor den Vorhang (1)

Was tun, wenn alles stillsteht? Ein kompletter Lockdown Liga und den Sport zum Erliegen bringt? Und da absolut keine Kulturveranstaltungen bis Anfang September erlaubt sein werden, ist Fußball mit Publikum wohl auch nicht möglich. Das ist eine harte Zeit für uns Fußballfans, die uns aber Gelegenheit gibt, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und uns warmzuhalten, bis es dann auch wieder für uns losgeht. Denn dieser Zeitpunkt wird kommen! Deshalb widmen wir uns mit dieser Serie den Fans des FC Wacker Innsbruck und ihren Geschichten. Was hat dich zum Tiroler Traditionsverein gebracht? Was waren die tollsten aber auch traurigsten Momente? Was bedeutet der Verein für dich? Wir alle haben turbulente Zeiten erlebt. Erzählt uns eure schwarz-grünen Geschichten. Haut in die Tasten und erzählt uns wer ihr seid und warum gerade ihr so wacker seid!

Wacker durch und durch

Beginnen wollen wir die Serie mit einem Jubilar, der zufälligerweise heute (28. April) seinen 40. Geburtstag feiert. Martin S. ist Wacker durch und durch und als wacker 4ever unser „Forumskaiser“. Es gibt ja viele, die einen schwarz-grünen „Vogel“ haben. Die Macher des tivoli12 magazins inbegriffen. Martin hat aber vielleicht den Größten. Sozusagen den Adler überm Tivoli. Wehe, wenn jemand seinen Verein angreift. Da kann Martin, der in einem Sozialberuf seinen Mann steht, ganz schön aus der Haut fahren. Mancher Journalist und politischer Entscheidungsträger hat in diesem Land schon einschlägige Erfahrungen mit ihm gemacht.

Martin war in der Saison 1990/91 zum ersten Mal im Stadion und zunächst nur sporadisch immer mal wieder im altehrwürdigen Tivoli zu Gast. Das änderte sich aber schnell, denn seit 1993 hat der Wahlinnsbrucker (eigentlich aus Stans bei Schwaz) bis heute nur ein einziges Heimspiel versäumt. Und das wegen hohen Fiebers. Klar, dass die aktuelle Corona-Pandemie ohne FCW-Fußball auch für ihn eine sehr schwierige Zeit ist. Auf die Frage nach seinem tollsten Erlebnis antwortet wacker 4ever gerne so: „Für mich ist jedes Heimspiel was Besonderes und damit auch jeder Sieg. Dieses Gefühl, dieses Kribbeln, die Stimmung – das ist auch nach rund 30 Jahren am Tivoli (alt und neu) immer wieder was Besonderes. Das EINE herausragende Erlebnis gibt es für mich eigentlich nicht.“
Martin arbeitet im Heim „St. Vinzenz“, einem Wohn- und Pflegeheim der Barmherzigen Schwestern. Sein Dienstplan ist inzwischen so geregelt, dass er die Spiele des FCW verfolgen kann. Natürlich ist Martin auch bei sämtlichen Veranstaltungen der Schwarz-Grünen anzutreffen, was für ihn auch immer wieder heißt mit verständnissvollen Kollegen und Kolleginen den Dienst tauschen zu müssen. Aber man kennt den Martin inzwischen ja – geht´s dem Wacker gut, geht´s auch dem Martin gut.

Martins Momente

„Mein emotionalster Moment war zweifellos der 27. Mai 2000, als ich meinen ersten Meistertitel, damals mit dem FC Tirol erlebt hab. Das war ein unglaubliches Gefühl damals. Das ist nun bald 20 Jahre her. Wild, wie die Zeit vergeht. Da merkt man, wie lange man schon dabei ist. Sehr emotional war dann natürlich auch der Durchmarsch vom Wacker von der RLW in die Bundesliga. Auch so ein Moment war natürlich das „Wunder von Wolfsberg“. Und dann kommt eh schon bald unser bis dato letzter Aufstieg 2018, weil er so wichtig war. In all diesen Fällen sind bei mir Freudentränen geflossen.“

Doch wo Freude ist, ist auch Leid. Da sind der FCW und seine Fans keine Ausnahme: „Traurige Momente gab es viele. Seien es unverdiente Niederlagen oder auch Abstiege. Der letzte 2019 war besonders schlimm, weil man nicht gewusst hat, wie es weitergeht. Da waren auch wieder Tränen dabei – aber diesmal natürlich andere.“

Vielleicht schweißt aber eben dies den Verein uns seine Fans zusammen, oder wie es Martin formuliert: „Insgesamt hab ich einfach eine ganz besondere Verbindung zum Wacker. Es ist niemals ein „Hobby“, sondern viel mehr. Ja, einfach ein wichtiger Teil des Lebens. Einer, der mir derzeit auch total fehlt. Natürlich stellt man sich in schlechten Zeiten ab und an die Sinnfrage, warum man sich das antut. Aber man bekommt halt auch viel zurück. Jedes Heimspiel ist für mich im Grunde ein Highlight mit der Stimmung auf der Nord. Und in dieser Saison auch insofern ganz besonders, wenn man sieht, was unsere blutjunge Mannschaft da am Platz macht.“

Zum Abschluss wünscht Dir, lieber Martin, das tivoli12 magazin Happy Birthday und bleib weiter so WACKER wie bisher!

Wie geht’s weiter?

So wie Martin geht es vielen. Der Fußball fehlt in diesen schweren Zeiten. Noch steht nicht fest, ob es Geisterspiele geben soll, oder die Liga abgebrochen wird. Was passiert dann? Sehen wir in diesem Jahr den FC Wacker Innsbruck überhaupt nochmal im Tivoli? Alle hoffen sehr darauf und freuen sich auf ein Wiedersehen.

Überbrückt die Zeit und lasst uns etwas an eurem Lebensgefühl Wacker teilhaben! Wie, ist jedem selbst überlassen. Erzählt uns von euch und eurer Verbindung zum FCW. Schreibt uns an: redaktion@tivoli12.at

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Autor: Rudolf Tilg

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