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Toller Auftakt ins Jubiläumsjahr

Nach dem verkorksten letzten Jahr und der Hiobsbotschaft, dass sich Wackers ältester Fanclub aufgelöst hat, haben nicht wenige das Schlimmste befürchtet. Quo Vadis FC Wacker Innsbruck? Mitnichten, denn wenn jemand Steherqualitäten verinnerlicht hat, dann ist es unser Verein und dessen Fans. Und das scheint wohl schon fast einzigartig zu sein. Von Seuchen und Katastrophenjahren schreibe ich nicht. Von Seuchen habe ich ohnehin die Schnauze voll und Katastrophen passieren derzeit in der Ukraine und Türkei/Syrien. Bei uns geht es um Fußball, um Sport. Und um das ging es auch zum Auftakt des Jubiläumsjahres in der Leitgebhalle.

 

 

So ein schöner Tag

Von einer angeblichen Tristesse war zum Auftakt „110 Jahre FC Wacker Innsbruck“ nichts zu spüren. In diesem Jahr könnte noch die ein oder andere ganz große Überraschung folgen. Mehr sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten. Was möglich sein kann, wird noch zwischen Verein, Fanclubs und Mitgliedern besprochen werden. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr hat das „Tivoli Nord“-Hallenturnier gemacht und das wurde zum vollen Erfolg. 14 Mannschaften ritterten um den Turniersieg – mit internationaler Beteiligung aus Thun und Obermais. Die Anmeldung für das Turnier musste sogar früher gestoppt werden, das Interesse an einer Teilnahme war riesig. Schließlich musste nach 14 Meldungen ein „Schlussstrichgezogen“ werden. Mehr wäre organisatorisch in dieser Halle nicht zu bewältigen gewesen. Spendenboxen für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien wurden aufgestellt. Und es wurde auch fleißig gespendet! Danke hierfür! Für Speis und Trank war ebenfalls bestens gesorgt. Was davon übrig blieb, wurde nach dem Turnier einer karitativen Organisation geliefert. Das aller schönste und wichtigste war aber das Wir-Gefühl. Vielfach wurde und wird der FC Wacker Innsbruck und auch dessen Fans ja zu Tode geredet und geschrieben – und dann das. Eine tolle Veranstaltung mit Wackerfans aus Nah und Fern.

Auch einige Spieler unserer Kampfmannschaft und unser Präsident Hannes Rauch ließen es sich nicht nehmen, auf einen Sprung in der Leitgebhalle vorbeizuschauen. Platzsturm einmal andersrum. Gerüchten zu Folge wollten sich die Spieler unserer Kampfmannschaft ja das ein und andere abschauen, gingen sie doch vormittags – einen Steinwurf vom Hallenturnier entfern – mit 1:5 gegen den SV Hall regelrecht unter. Da bekam man in der Leitgebhalle schon bessere Abwehrleistungen zu sehen. Nicht überbewerten. Einen Tag vorher besiegten die Schwarz-Grünen in Absam Fortuna Regensburg. Es heißt ja TESTspiel und man darf nach harten Trainings und zwei Testspielen in weit weniger als 24 Stunden auch mal müde sein.

„Beinharte“ Auseinandersetzungen

Nicht müde schienen die 14 Mannschaften beim Turnier geworden zu sein. Zum Teil auf einem sehr ansehnlichen Niveau agierten da die Teams. Teilweise auch unterstützt durch lautstarken Support der Anwesenden auf der Tribüne. Nichts mit dem Turniersieg hatte diesmal zur Überraschung vieler der Seriensieger der Tivoli Nord Turniere „Eingerecht Innsbruck“. Die hatten wohl einen rabenschwarzen Tag erwischt und ließen sich sogar von den Fußballexoten des „Wacker Inventars“ einen Punkt abknöpfen. Sehr stark haben sich die Gäste aus Obermais und Thun präsentiert. Den dritten Platz hat sich „179“ aus dem Außerfern gesichert. Das Finale bestritten der Hobbyklub des Cafes „Oha“ aus Jenbach gegen den „SC Tirol“.

Sidestep: Ob der Namensgeber dieses Teams folgendes weiß, entzieht sich meiner Kenntnis. Das mit dem Namen SC Tirol ist nämlich eine spannende Geschichte. Hatte doch vor Jahren der damalige Landesrat Pupp die Schnapsidee gleich mehrere Vereine unterschiedlicher Sportarten (Fußball, Eishockey, Handball, Basketball) unter einem Dach zu vereinen. Heißen sollte der dann „SC Tirol“. Darunter auch unser FCW. Beim Eishockeyverein HCI ist man damit gar nicht einmal auf Abneigung gestoßen. Der FC Wacker Innsbruck ist aber ein Mitgliederverein und die bestimmen bei so einem Thema, was mit ihrem Verein passiert und nicht irgendein Kurzzeit-Landesrat. Und dem scheinen sowieso einige Wackerianer zuvorgekommen zu sein. Der Name SC Tirol wurde nämlich rechtlich gesichert. Kurioser FC Wacker Innsbruck. Einmal wird der Gründungsname gesichert, um den endlich wieder zurückzuholen. Und dann wird ein anderer Name gesichert, um den Verein vor einer weiteren Umbenennung zu bewahren. Das soll uns erst einmal jemand nachmachen. 

Zurück zum Turnier. „Oha“ hat sich im Finale durchgesetzt und das Turnier überzeugend gewonnen. Gewonnen haben aber alle. Es war ein toller schwarz-grüner Tag. Deshalb hat auch der FC Wacker Innsbruck gewonnen. Man hat ganz klar gesehen und gespürt, der Tiroler Traditionsverein lebt! Und wie! Ging es auf dem Parkett hin und wieder etwas ambitionierter zur Sache, wurden doch die Lachmuskeln an diesem Tag am meisten strapaziert. Die tolle Stimmung unter allen Anwesenden war einfach ansteckend. Unter „117 % Wacker Innsbruck“ haben auch ehemalige Mitglieder der „Verrückten Köpfe“ am Turnier teilgenommen und mitgeholfen. Auch wenn die VK nun Geschichte sind. Ihre ehemaligen Mitglieder sind natürlich immer noch da. Ich freue mich jedenfalls auf dieses Jahr.

Einziger, wenngleich riesiger Wermutstropfen an diesem Wochenende war die schwere Verletzung von Joseph Asante, dem das tivoli12 magazin gute Besserung wünscht! 

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Autor: Rudolf Tilg

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