Skip to main content

Hurra, die Gams!

So sind’s. Daheim in den Bergen, finden sich die Burschen im Spätsommer zusammen, so 15 bis 30 davon. Obwohl ansonsten ziemliche Einzelgänger. Aber wenn zusammen, vertreiben sie sich ihre Zeit regelmäßig mit körperlichen Duellen mit ihren Geschlechtsgenossen. Und paaren sich dann Ende Nov… Hoppala. Das waren die Gämsen, nicht die Jungs aus der Gamsstadt. Wobei, auch die treffen sich Ende Sommer, vertreiben sich die Zeit mit…

Kitz-Treffen

Wie etwa 2019. Dem Jahr, in dem Michael Baur seine Fußballschule gründete, für Camps, für Individualtraining. Mit Fokus auf die Kids. Und auch auf die Kitz. Denn er übernimmt auch das Traineramt in der Gamsstadt und hat mit den Burschen dort einiges vor in der Regionalliga. Bevor es allerdings in den Alltag geht, steht der Cup an, als Gegner der Absteiger aus der Bundesliga, der FC Wacker Innsbruck. Und der will beweisen, dass man nicht gebrochen ist, auch wenn es nun wieder eine Liga tiefer weitergeht. Vor 1150 Zuschauern geht es in der Langau gleich zu Beginn zur Sache. Zwei Minuten gespielt, Murat Satin köpfelt ein. Doch die Unterländer lassen sich nicht hängen, stehen dicht und lassen lange keinen zweiten Treffer zu. Bis zur 52. Minute dauerte es, bis Satin durch einen Elfer den Torreigen erneut eröffnete. Doch dann ging es rund. Yildirim dreimal, Ibrisimovic zweimal, ein glattes 0:7 zum Auftakt für die Kitzbühler. Für Wacker geht’s bis ins legendäre Halbfinale im Reichshof, für die Gamsstädter in die Regionalliga Tirol. Dort lässt man die Amateure der Schwarz-Grünen zweimal für das Auftreten ihrer Kollegen büßen und schließt den Grunddurchgang auf Rang 5 ab. Um dann in eine Pause zu gehen, die den Fußball weltweit lahmlegte. Covid stoppte den Amateurfußball. Und wohl auch die Karriere des Michael Baur als Kitzbühel-Trainer, der in die Akademie wechselt, um sich dort wieder mit den Kids zu beschäftigen. In der Langau bleibt eine Mannschaft zurück, die mit Raul, Michaels Sohn, den Namen Baur weiterführt.

Vom Kitz zur Gams

2025, Winterpause in der Liga. Und im Monte Carlo der Alpen spielts Casino. Aber im italienischen Sinne. Ein bisserl Chaos, nachdem Präsident Francesco Cirolini so einige seiner Mitstreiter verliert. Sport- und Finanzboss Hochkogler, Trainer Caldwell, Gerüchte um Neuwahlen. Und dann ein neuer Sportboss mit Mathias Wallner. Und ein neuer Trainer. Neuer, alter Trainer – Michael Baur ist wieder zurück. Er trifft nicht nur erneut seinen Sohn, sondern auch einige andere altbekannte Gesichter. Nazar Penkovets im Tor, in der Verteidigung Christoph Notdurfter. Dazu den Sohn einer anderen Fußballlegende, Alessandro Ziege. Und den Osttiroler Rene Lukasser-Weitlaner, den Zwillingsbruder von Nico, der am Wochenende nur 15 Minuten vom Wacker-Spiel entfernt sein erstes Zweitliga-Tor erzielte, für die Violetten. Und Joseph Junior Asante, den ehemaligen Innsbrucker, der im Frühjahr 2024 zu den Gamsstädtern wechselte. Und noch einige andere, die sich in den bisherigen Spielen noch nicht sehr oft über Siege freuen durften. Zum Auftakt im Landespokal verlor man gegen den IAC im Elfmeterschießen. Zum Ligaauftakt gegen die Reichenau mit 1:0, da nützte auch die Anreise am Vortag mit Übernachtung in Hall nichts. Vor eigenem Publikum fegte dann Dornbirn wie ein Wirbelwind durch Kitzbühel, ehe man gegen Saalfelden mit 4:0 gewinnen und die ersten Punkte einfahren konnte.

Gams-Jagd

Jetzt wird also von der dritten Innsbrucker Mannschaft im Frühjahr zum Halali geblasen, erneut auf fremdem Terrain für die Gamsstädter. Kein leichter Anfang für Michael Baur, der jedoch mit ausgeruhten Spielern aufs Tivoli kommen wird – hatte man ja letzte Runde spielfrei…

Bild von Elsemargriet auf Pixabay

Avatar photo

Autor: Stefan Weis

Dieser Text stellt geistiges Eigentum des tivoli12 magazins dar und ist somit urheberrechtlich geschützt. Um den Text, oder Teile davon nutzen zu können, setzen Sie sich bitte mit dem tivoli12 magazin in Verbindung.
Skip to content