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Die Innsbrucker sind wieder da

War die Anwesenheit der Innsbrucker jemals nicht gegeben? Na ja, ein wenig gedürstet hat es schon. Die Resultate gestalten sich knapp, die Spiele sind von einem engen Verlauf gekennzeichnet, und zuletzt wurde sogar lediglich ein einziger Punkt aus zwei Heimspielen erobert. Und im TFV-Cup mussten die Schwarz-Grünen auch nachsitzen. Der fulminante 5:0-Erfolg am stürmischen Sonntagnachmittag kann ohne Weiteres als ein regelrechter Befreiungsschlag bezeichnet werden.

Wozu die Hektik?

Die Wettervorhersage für Sonntag sagte einen markanten Wetterumschwung voraus. Eine Stunde vor dem Anpfiff der Begegnung zwischen dem FC Wacker Innsbruck und dem FC Lustenau 1907 herrschte am Innsbrucker Tivoli noch geringer Zulauf. Sofern man beabsichtigte, das Fahrzeug wie gewohnt in der Stadionstraße zu parken, war ein aufmerksames studieren der Verkehrszeichen unerlässlich. Analog zum Bundesligaspiel der WSG Tirol am Vortag war die Ostseite des Spieltags ausschließlich für Fahrzeuge von Behörden vorbehalten. Das war schon lange nicht mehr der Fall. Der wackere Stadionbesucher ist es jedoch gewohnt, dass die Verkehrsschilder des vorangegangenen Bundesligaspieltages nahezu ausnahmslos noch nicht entfernt worden sind. Dies zog das widerrechtliche Parken durch einige Stadionbesucher nach sich.

Foto: Tilg

Noch gravierender gestaltete sich die Situation bezüglich der ausgewiesenen Behindertenparkplätze am Nordosteingang des Tivolis. Infolge der in der Vergangenheit des Öfteren unterlassenen Beseitigung der Beschilderung wurden sogar Abschleppmaßnahmen gegen behinderte Personen angeordnet. Den Schildern zufolge wäre das Parken am Sonntag gestattet gewesen. Demzufolge wurden Fahrzeuge vorn widerrechtlich abgestellt, während die für Inhaber eines Behindertenausweises vorgesehenen Stellflächen an der Nordostecke des Stadions unbesetzt blieben. Ist der Tozenhacker noch jemandem bekannt? „Bittschön, der Herr, setzen’S an Groschen ins Kreisl, mei Totzen singt wia a Tannenmeisl.“ Ein gewisses Maß an Reife ist erforderlich, um den besagten Zusammenhang zu erfassen. 

Was für ein Sturm!

Drei Fanbusse aus dem Ländle haben die Reise durch den Arlbergtunnel angetreten. Ein richtiger Konvoi rollte aus Lustenau an. Es sollte der Gästesektor geöffnet werden. Sodann die von mir bereits dargelegten Maßnahmen. Schließlich nahmen die zahlreich erschienenen Gäste – wie gewohnt – auf der Westtribüne Platz. Mit welcher Freude erwarte ich die Ankunft der Busse des violetten Salzburgs in der kommenden Saison. Wenn schon der FC Lustenau eine leichte Panik verursacht. Das Traditionsduell des FC Wacker Innsbruck gegen den FC Lustenau 07 begann bei angenehmen 19 Grad und Sonnenschein. „Wenn Engel reisen, wird sich das Wetter weisen.“ Da dürften aber ein paar mit Hörnern dabeigewesen sein. Nicht einmal eine Viertelstunde verging, als von der Nordkette herab Starkregen und Sturmwind über Innsbruck hereinbrachen. Jedoch erwärmte eine intensive Partie die Herzen der Zuschauer. 3098 Zuschauern waren trotz gemeldeten Wetterumschwungs gekommen. Sie sollten es keineswegs bereuen!

Foto: Schönherr

Gleich noch ein Sturm!

Die Begegnung des Tabellenführers mit dem Tabellenzwölften war zu Beginn von einem ausgeprägten Kampfcharakter geprägt. Mit Fortdauer der Partie wurde nicht nur das Wetter stürmischer, sondern auch der FC Wacker Innsbruck. Dennoch belief sich der Vorsprung zur Halbzeitpause erneut lediglich auf ein Tor. Ein Vielzahl von Chancen wurden da vergeben. Ähnliches hatten wir kürzlich im Rahmen des TFV-Cups in Kufstein. Aber wer wird denn schon nervös werden? Die Mannschaft teilte diese Auffassung und überwand die Lustenauer mit einer Vehemenz, die einem Sturm gleichkam. Mit dem Endergebnis von 5:0 waren die Vorarlberger noch äußerst gut bedient. Dennoch feierten die mitgereisten gut 150 Blauen mit ihrer Mannschaft das Erlebnis Tivoli.

Am Freitag, dem 24. April, geht es am Innsbrucker Tivoli mit der Vorarlberg-Woche gleich weiter. Gegner um 19.30 Uhr wird der FC Lauterach sein. Freitagabend, gleißendes Flutlicht und der traditionsreiche FC Wacker Innsbruck. Was könnte da schöner sein, als ins Tivoli zu pilgern? Die Antwort lautet wenig überraschend: absolut gar nichts! 

Fotos: Rudolf Tilg und Daniel Schönherr

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Autor: Rudolf Tilg

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