Skip to main content

Die Überflieger

Der „Adler“ ist noch nicht gelandet. Der Rückstand des SV Seekirchen auf die Schwarz-Grünen beträgt 11 Punkte. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Innsbrucker im Vergleich zu den Salzburgern ein Spiel weniger absolviert haben. Der SV Kuchl rangiert als Drittplatzierter bereits mit einem Rückstand von 15 Punkten hinter den schwarz-grünen Überfliegern. Die formstarken Imster, welche im Frühjahr ihr Können unter Beweis stellen, haben bereits den Platz unmittelbar hinter den Innsbruckern ins Auge gefasst. Nur mehr ein Punkt trennt sie vom SV Kuchl. Und die Oberländer sind am Freitag zu Gast am Innsbrucker Tivoli (19.30 Uhr). Hierzu lässt sich lediglich anmerken: Vorsicht, Hochspannung! 

Droht gar die Disqualifikation?

Bischofshofen ist bekanntlich der Austragungsort des finalen Springens der Vierschanzentournee. Die „Paul-Außerleitner-Schanze“ ist nicht nur für weite Sprünge und perfekte Telemarklandungen bekannt, sondern auch für so manche einschneidende Veränderungen in der Rangordnung. Das dürfte auch am Sportplatz Bischofshofen so der Fall sein. Die Gemeindeführung plant, den 3. Ligisten Bischofshofen SK dort zu eliminieren und stattdessen die Fußballinfrastruktur dem Schiclub zu übergeben, der erst noch eine Fußballabteilung gründen muss… Das ist nicht nur letztklassig, sondern unterste Schublade. Egal wer mit wem kann und wer nicht. Der Nachwuchs des BSK und alle damit einhergehenden Aspekte sind dabei ebenfalls von Bedeutung. Der einstige Erstligist (1971/72) konnte für Pongauer Verhältnisse beachtliche Erfolge verbuchen, darunter neun Salzburger Landesmeistertitel, drei Meisterschaften in der 2. Liga sowie drei Titel in der Regionalliga West. Im Jahr 1965 gelang den Bischofshofenern sogar der Vorstoß bis ins Viertelfinale des ÖFB-Cups. Welche Zukunftsperspektiven ergeben sich nunmehr für den SK 1933? Die Beantwortung dieser Frage lässt eine ungünstige Prognose erwarten. 

Schanze frei!

Obwohl die Athleten des Bischofshofen SK teilweise hohe Bewertungen für ihre Ausführung erhielten, war die erzielte Weite doch merklich unzureichend. Bereits in der dritten Minute überflog Okan Yilmaz die Abwehr der Heimischen und kurz vor der Halbzeitpause legte Raphael Gallé einen perfekten Telemark zum 2:0 in den Kasten der Hausherren. Damit schien der Kas gegessen. Die Bischofshofener waren nicht mehr in der Lage, nennenswerte Akzente zu setzen. Dennoch gebührt den Gastgebern hohe Anerkennung. Bislang war ich der Auffassung, dass die Verhältnisse kaum komplexer als beim FC Wacker Innsbruck sein könnten, doch diesbezüglich unterlag ich offenbar einem Irrtum. Und diese beeinflussen ganz offensichtlich das Geschehen auf dem Rasen. Schließlich wurde bis zum Beschluss des Gemeinderats den Fußballplatz dem Skiklub zuzuschanzen durchaus regelmässig gepunktet. Seither aber sämtliche Spiele verloren.

Bis zur Pause vermochten die Salzburger noch einige Akzente zu setzen. In der Folge stellte sich jedoch ein zunehmendes Gefühl der Beschwernis in Kopf und Gliedmaßen ein. Adrian Lechl und Stefan Lorenz besiegelten den Ausgang dieser Begegnung. Demzufolge hat Wacker auswärts bislang noch keine Niederlage erlitten. Im heimischen Tivoli-Stadion rangieren die Innsbrucker derzeit an dritter Position der Heimtabelle. Hier liegen die Schwarz-Grünen, bei einer Partie weniger, drei Punkte hinter Seekirchen. Dornbirn, das gleichfalls eine Begegnung weniger absolviert hat, rangiert mit einem Punkt Vorsprung vor den Innsbruckern.

TFV-Cup wirft seine Schatten voraus

Am Mittwoch, dem 13. Mai, wird im Innsbrucker Tivoli das entscheidende Spiel um den Einzug ins TFV-Cupfinale ausgetragen. Wackers Gegner wird der SK St. Johann sein. Der Tabellenführer der Regionalliga Tirol ist den Innsbruckern hinlänglich bekannt. Sollten sich einige Akteure der Unterländer des Eishockeysports anschließen, wäre mutmaßlich von einer erhöhten Anzahl an Strafzeiten aufgrund übertriebener Härte auszugehen. Jedoch stellt dies nicht Wackers größte Herausforderung dar. Es wird sich hierbei zweifelsohne um den eigenen Kopf handeln. Angesichts eines potenziellen Endspiels im eigenen Wohnzimmer wird ein bis in die Haarspitzen motivierter Gegner, der überdies nichts zu verlieren hat, eine erhebliche Gefahr darstellen. Es gilt, einen kühlen Kopf zu bewahren. Hat unsere Mannschaft dies nicht in den vergangenen Jahren kontinuierlich geleistet? 

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass unsere zweite Damenmannschaft zur selben Zeit auf dem Besele Platz um den Einzug in das TFV-Cupfinale kämpft. Die Damenmannschaft des SK Wilten stellt indes eine ernstzunehmende Gegnerschaft dar, die bereits im Jahr 2023 den Titel nach Wilten geholt hat. 

Ob das Cup-Finale tatsächlich auch im Tivoli stattfinden wird, ist immer noch nicht ganz fix. Theoretisch könnte ein etwaiges Europacup-Play-off der Bundesliga zu einer Terminkollision am Pfingstmontag führen. Auch da bleibt es spannend.

Doch vor dem Cup wird noch in der Liga gespielt. Und da wartet auf unseren FC Wacker Innsbruck am Freitag um 19.30 Uhr im Tivoli das beste Frühjahrsteam der RLW. Also, alle ab ins Tivoli und das Flutlichtspektakel gegen Imst besuchen!

Fotos: Rudolf Tilg

Avatar photo

Autor: Rudolf Tilg

Dieser Text stellt geistiges Eigentum des tivoli12 magazins dar und ist somit urheberrechtlich geschützt. Um den Text, oder Teile davon nutzen zu können, setzen Sie sich bitte mit dem tivoli12 magazin in Verbindung.
Skip to content