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Wacker Innsbruck schreibt Geschichte 

Grande FC WACKER INNSBRUCK! Am Sonntag der Vorwoche demonstrierten die Schwarz-Grünen ihre Stärke mit einem deutlichen 5:1-Auswärtssieg gegen den SC Schwaz, wodurch sie den Aufstieg in die 2. Liga endgültig realisierten. Am folgenden Freitag machte sich Wacker mit einer bravourösen Leistung gegen den SV Kuchl zum Meister der RLW. Am Pfingstmontag heimste man zum Drüberstreuen auch noch den Cup-Titel ein – und den gleich doppelt!

Meister? FC Wacker heißt er!

Die Begegnung gegen den SV Kuchl, die am Freitag zunächst den Anschein einer mühelosen Angelegenheit erweckte, gestaltete sich im Verlauf des meisterschaftsentscheidenden Spiels letztlich doch noch zu einer Zitterpartie. Obwohl die Schwarz-Grünen gegen die Salzburger bereits mit 3:0 und 4:1 in Führung gelegen hatten, mussten sie am Ende doch noch ein wenig um den 4:3-Sieg bangen. Für den Titelgewinn in der Regionalliga West hätte indes bereits ein Punktgewinn genügt.

Fußballspieler sind keine Maschinen. Hierbei kommt dem mentalen Aspekt eine erhebliche Bedeutung zu, und überdies wurde innerhalb der Mannschaft eine umfassende Rotation vorgenommen. Der Titel gehört uns, und wir führen derzeit mit einem Vorsprung von 18 Punkten. Noch weitaus imponierender erweist sich das Torverhältnis von Plus 60 im Vergleich zu den Plus 14 des SV Kuchl. Es gilt nun, in den verbleibenden Partien nicht nachzulassen und die gegenwärtige Euphorie in die zweite Liga zu übertragen.

Das wird wohl einzigartig beiben

Die beiden ansässigen Vereine des Innsbrucker Tivoli Stadions konnten jeweils zwei Mannschaften in das Finale des TFV-Cups bringen. Letztlich war der Triumph jedoch ausschließlich den Innsbruckern vorbehalten. Mit Ausnahme der U18 des SK Ebbs, der es gelang, die U18 der WSG mit 1:0 zu schlagen. Anlässlich des Endspiels des zweiten Damenteams des FC Wacker Innsbruck gegen den SV Telfs war bereits eine Vielzahl von Zuschauern anwesend (3.800). Für die Teenager stellt dies eine außergewöhnliche Erfahrung dar. Die Oberländerinnen wurden von einer stimmgewaltigen Anhängerschaft nach Innsbruck begleitet. Im Tivoli erwartete sie eine nicht minder lautstarke Anhängerschaft der schwarz-grünen Ballesterinnen. Die Telferinnen waren nunmehr nicht um ganze vier Tore schlechter. Ungeachtet der drückenden Hitze bewiesen die Innsbruckerinnen jedoch eine bemerkenswerte Kaltblütigkeit in ihren Aktionen. Schließlich konnten die Spielerinnen des FCW ihr Finale „dahoam“ mit 4:0 vor tausenden begeisterten Zuschauern gebührend zelebrieren. 

Spannender als erwartet

Die „Tivoli Nord“ erreichte das Tivoli geschlossen zu Fuß von der Innsbrucker Altstadt aus. Der Zuschauerandrang im Stadion nahm stetig zu. Nach dem restlos ausverkauften ÖFB-Cupspiel gegen den SK Rapid gelang es dem FCW mehrfach, die Marke von 4000 Zuschauern zu übertreffen oder sich ihr zumindest anzunähern. Zum Endspiel des TFV-Cups fanden sich nunmehr 10.288 Zuschauer ein. Dies dürfte für den Tiroler Fußballverband aller Voraussicht nach ein Rekord für die Ewigkeit bleiben. Die Atmosphäre während des Spiels glich zeitweise der eines Europapokalwettbewerbs. Das Spiel hingegen weniger. Allerdings erkannten jenige, die am Vorabend das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart verfolgten, gewisse Parallelen. Der FC Bayern nutzte die sich bietenden Gelegenheiten eiskalt aus. Der FC Wacker Innsbruck agierte im Tivoli-Stadion ebenso abgebrüht. Drei kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Treffer erwiesen sich als maßgeblich für den Gewinn des Doubles. Über den Anschlusstreffer hinaus konnten die Gäste aus Wattens keine weiteren Akzente mehr setzen. Auf dem Tivoli kam es zu einem Ausbruch der Emotionen. Der FC Wacker Innsbruck errang mit gleich zwei Mannschaften den Cup-Sieg in der heimischen Spielstätte. Die Frauen feierten zusammen mit den Männern vor der Nordtribüne. „Sierra Madre“ und „We Are the Champions“. Und jetzt ist die Pokalparty zu Ende. Und ich mehr oder weniger ebenso … 

Auf den Tag genau jährte es sich zum 51. Mal, dass ich den Innsbrucker Tivoli erstmalig besuchte. Und ich glaubte, ich hätte bereits alles erlebt… Mitnichten! Danke FC Wacker Innsbruck! 

Fotos: Alex Pauli
Video: Rudolf Tilg

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Autor: Rudolf Tilg

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