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Pressespiegel - 13.04.2024

Reichenau rettete Westliga-Ehre

Autor: Alois Moser, Thomas Mair, Medium: Tiroler Tageszeitung

Im Achtelfinale des Kerschdorfer Tirol-Cups legten zahlreiche Außenseiter ihren Gegnern faule Eier ins Osternest. Der FC Wacker begeisterte beim 3:2 gegen Ebbs fast 2000 Fans.

Innsbruck – Dass der Pokalbewerb mitunter eigenen Gesetzen unterliegt, bestätigten mehrere Resultate des gestrigen Achtelfinales im Kerschdorfer Tirol-Cup. Mit Silz/Mötz, Kitzbühel, Kematen und Ebbs strichen vier Vereine gegen unterklassige Mannschaften die Segel, während die Reichenau als einzig verbliebener Regionalliga-West-Klub erst im Elfmeterschießen in St. Johann eine Runde weiterkam. 

Ligarivale SPG Silz/Mötz verlor indes trotz 1:0-Führung bei tt.com-Regionalliga-Tirol-Tabellenführer Volders 1:4 und zog sich den Ärger von Trainer Helmut Kraft zu: „Nach der Führung hat die ganze Mannschaft aufgehört, Fußball zu spielen. Es ist unerklärlich oder überheblich oder dumm, einfach schwierig, diese Niederlage auf den Punkt zu bringen.“ 

Für Volders rundete der Cuperfolg nach dem Auswärtssieg in der Liga gegen Kitzbühel ein „rundum gelungenes Wochenende“ ab, auf das sich Trainer Michael Streiter seine Lieblingsspeise am Fußballplatz genehmigte: „Würstel und Pommes.“ 

Mit Halls Erfolg gegen Kematen im Elfmeterschießen gab es einen weiteren Außenseitererfolg: 6:5 behielten die Löwen trotz langer Unterzahl gegen den Regionalliga-Tirol-Verein die Oberhand. Halls Trainer Akif Güclü freute sich über „die unglaubliche Moral“ seiner Elf, während Kematens Coach Sammy Glatz konstatierte: „Wir sind vor allem an unserer Chancenauswertung gescheitert.“ Schwer wiegt zudem der verletzungsbedingte Ausfall von Sam Abfalterer (Kreuzbandriss) und die verpasste Teilnahme am „Finale dahoam“. In Kematen steigt am 20. Mai das Endspiel des Kerschdorfer Tirol-Cups. 

Siegestor in der 97. Minute 

Am Innsbrucker Tivoli brachen spät in der Nachspielzeit alle Dämme. Joker Marko Popovic (97.) erlöste die knapp 2000 schwarz-grünen Fans mit dem 3:2-Siegestor gegen Ebbs, der nach einem Sturmlauf in der zweiten Halbzeit hochverdient war. Aufgrund zweier individueller Fehler waren die Unterländer zuvor in Front gelegen. „Wir haben es verabsäumt, unsere Chancen zu nutzen, zudem erwischte der Ebbser Goalie (Thomas Wimmer, Anm.) heute einen Sahnetag“, wollte Wacker-Trainer Sebastian Siller ein Elfmeterschießen verhindern. Die elfminütige Nachspielzeit war einer Spielunterbrechung geschuldet, die Referee Patrick Elsler verordnet hatte, nachdem mehrmals Klopapierrollen auf das Spielfeld geworfen wurden. 

Für eine Überraschung sorgte auch Münster: Der im Frühjahr noch sieglose Klub schlug Kitzbühel nach einer starken Defensivleistung vom Punkt 7:6. „Das war eine megageile Mannschaftsleistung“, jubelte Trainer Patrick Mair, Gegenüber Paul Schneeberger war indes sauer: „Über diese Leistung werden wir sprechen müssen.“

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