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Pressespiegel - 22.06.2024

„Man sieht, dass der Klub am Leben ist“

Autor: Alex Gruber, Medium: Tiroler Tageszeitung

Der FC Wacker Innsbruck tritt als überlegener Meister der Hypo Tirol Liga den Weg in die tt.com Regionalliga Tirol an. Präsident Hannes Rauch wirft den Blick im TT-Interview zurück und nach vorne.

Wie kurz bzw. lang war die Nacht auf Freitag nach dem Meisterstück mit dem 4:2-Sieg in Mils?
Hannes Rauch: Ich war um 2.30 Uhr einer der Ersten, die nach Hause gegangen sind.
Einige haben es noch viel länger genossen. (schmunzelt)

Sie haben vor zwei Jahren das Amt als Wacker Präsident angetreten. Was bedeutet Ihnen dieser erste Meistertitel und Aufstieg auch persönlich?
Rauch: Ich freue mich in erster Linie für den Verein, der vor zwei Jahren nach dem Konkurs für viele am Ende war. Es hat mich und viele andere angetrieben, dass so ein Traditionsklub nicht untergehen und von der Bildfläche verschwinden darf.

Und der Einstieg vom Los Angeles Football Club (LAFC) vor einem Jahr hat auch auf wirtschaftlicher Ebene für Stabilität gesorgt?
Rauch: Ganz klar, das war ein Lottosechser für den Klub, der uns einen weiteren großen Schub gegeben hat. Wir können uns von der Kampfmannschaft, über die Frauen bis zum Nachwuchs wieder mehr auf das Sportliche konzentrieren.

Wie groß ist der Einfluss von LAFC, auch bezüglich etwaiger sportlicher Ausrichtungen?
Rauch: Es handelt sich hier ja nicht um eine reine Geldgeber-Tätigkeit, sondern um eine strategische Partnerschaft, an deren Schnittstelle Harald Gärtner (Berater, Anm.) fungiert. Jeder bringt seine
Stärken ein, das gegenseitige Beschnuppern war sehr kurz, bei Transfers können wir auch frei entscheiden.

Gibt es auch die latente Angst, dass der Investor wieder abdanken könnte?
Rauch: Überhaupt nicht. LAFC hat es ja richtig formuliert: „We are here to stay.“ Papier ist prinzipiell geduldig, unser Zusammenspiel funktioniert auch auf Beziehungsebene hervorragend.

Zurück zum Sportlichen: Welche Ziele darf der FCW in der kommenden Saison in der tt.com Regionalliga Tirol ausrufen?
Rauch: Das Ziel, auch in der nächsten Saison den Aufstieg in die Regionalliga West zu fixieren, ist klar formuliert. Dafür arbeiten wir seit Wochen an der entsprechenden Zusammensetzung des Teams, um uns neben arrivierten Kräften wie Tekir, Yilmaz oder Tauber entsprechend zu verstärken. Mit Luis Gstrein (Längenfeld, Anm.) kommt ein tolles Tiroler Talent, dem wir natürlich auch eine Plattform zur Entwicklung bieten wollen. Bei unseren ambitionierten Zielen ist aber auch klar, dass wir an der ein oder anderen Stelle über die Landesgrenzen hinausblicken müssen.

Das Gerücht macht die Runde, dass der FC Wacker Innsbruck in der nächsten Saison in der vierthöchsten Liga mit einem stolzen Budget von einer Million Euro startet.
Rauch: Wir kommentieren Budget-Zahlen klarerweise nicht, sind mit der Entwicklung aber sehr zufrieden, zumal wir auch über das Ticketing und Merchandising, das sich bereits wieder auf Zweitliga-Niveau befindet, wertvolle Einnahmen machen.

Stichwort Fans. Da bleibt auch nach dieser Saison kein Wunsch offen?
Rauch: Wir stehen unter den 15 besten österreichischen Fußball-Klubs, was den Zuschauerschnitt betrifft. Wir haben rund 2000 Fans bei den Heimspielen im Stadion, nach Mils haben uns wieder
700, 800 Fans begleitet. Man sieht, dass der Klub am Leben ist. Wir sind nicht nur ein schlafender Riese, sondern relativ munter. Wer ein Fußballspiel mit Stimmung sehen will, kommt zu uns ins Tivoli.

Der Meistertitel steht mit elf Punkten Vorsprung bereits drei Runden vor Schluss fest. Ist eine Meisterfeier im Tivoli geplant?
Rauch: Nicht an diesem Sonntag (18 Uhr) gegen Umhausen, sondern beim letzten Heimspiel gegen Natters (14. Juni). Wir haben intern aber auch immer wieder betont, dass dem FC Wacker 2.0 Demut und Bescheidenheit gut zu Gesicht stehen. Wir freuen uns über den Titel, wissen aber, dass es ‚nur‘ die Tirol Liga ist.

Noch ein Blick auf die Trainerbank. Geht der FC Wacker mit Sebastian Siller und Fabian Lantschner in die neue Saison?
Rauch: Wir sind mit beiden Trainern einig und werden mit ihnen in die nächste Saison gehen. Jetzt dürfen wir bei allen laufenden Planungen die letzten drei Spielenoch richtig genießen.

Das Gespräch führte Alex Gruber

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