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Pressespiegel - 23.07.2024

Für freiwillige Absteiger weht nun ein anderer Wind

Autor: Daniel Lenninger, Medium: Tiroler Tageszeitung

Während der Fußballverband auf die Causa Silz/Mötz reagierte, könnte in der Regionalliga Tirol eine weitere Saison ohne Absteiger drohen.

Innsbruck – Der Fall der SPG Silz/Mötz mit dem freiwilligen Abstieg ging im Tiroler Fußball-Unterhaus in die Annalen ein: Was vielen in der Szene sauer aufstieß: Der Ex-Westligist darf künftig dennoch in der tt.com Regionalliga Tirol spielen. Also nur eine Spielklasse tiefer. 

In Zukunft weht ein anderer Wind. Das gilt vor allem für die Ligen unterhalb der Westliga, wie die überarbeiteten Durchführungsbestimmungen des Tiroler Fußballverbandes belegen. Dort heißt es, dass freiwillige Absteiger – sofern genehmigt – in die niedrigste Spielklasse (aktuell 2. Klasse) oder in die Liga der eigenen zweiten Kampfmannschaft durchgereicht werden würden. 

„Wir haben lebhaft diskutiert und es gab dafür bei der Präsidiumssitzung eine breite Zustimmung“, erklärte TFV-Präsident Josef Geisler. Der Zillertaler betonte, dass im Fall von Westligist Silz/Mötz zwar eine „überregionale Bestimmungslage“ gegolten, man nun aber auch im TFV-Bereich eine transparente Regelung geschaffen habe. 

Andere Regel in Westliga 

In der Westliga ist der Fall anders gelagert: Im maßgeblichen Regionalliga-West-Statut – darauf verwies der TFV in seinen Bestimmungen noch ausdrücklicher als bisher – wurde nur festgelegt, dass „eine Einteilung der betreffenden Mannschaft nicht höher als in der 5. Leistungsstufe erfolgen kann“. Ein freiwilliger Westliga-Absteiger würde künftig also mindestens zwei Ligen tiefer bis in die Tirol Liga absteigen. Die bis dato unterschiedlichen und irritierenden Fristen wurden vereinheitlicht – ein freiwilliger Abstieg muss in der Westliga und im TFV-Bereich bis zum 20. Dezember beantragt werden. 

Um mehr Transparenz war der TFV auch bei den Abstiegsszenarien bemüht. Durchaus möglich, dass in der kommenden Saison erneut kein Team aus der Regionalliga Tirol absteigen muss. Dieser Fall tritt ein, sollten alle fünf Tiroler Westligisten den Klassenerhalt fixieren. Womit unter Umständen im Tabellenkeller der Regionlliga Tirol ein weiteres Mal schon früh die Luft draußen sein könnte.

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