Nervös rutschte er auf seinem Sitz, schlug ab und zu die Hände vors Gesicht – man hätte meinen können, dass sein Wacker Innsbruck im Westliga-Schlager gegen Dornbirn heillos zurückliegt. Harald Gärtner, Global Sports Direktor, ist ein Perfektionist – und durfte am Ende erleichtert applaudieren. Die Schwarz-Grünen fuhren über die hochgehandelten, aber enttäuschenden Vorarlberger mit 4:0 drüber, ließen ihnen vor allem nach der Pause nicht den Funken einer Chance! „Auf diesem Level können wir aufbauen“, war auch Coach Sebastian Siller wie die 3341 Fans zufrieden, „aber einige Dinge müssen wir schon abstellen. Wie in der Restverteidigung.“ Aber die schwarz-grüne Richtung passt.
Dagegen passt beim Stadtrivalen Reichenau die Richtung gar nicht. „Wir sind ein bissl ratlos. Der Ball will nicht ins Tor rein“, sagte Trainer Gernot Glänzer nach dem 0:2 bei Aufsteiger FC Lustenau. Die Reichenau konnte die Chancen nicht nützen. Dagegen gelang den Vorarlbergern ein Traumtor: Kalkan schlenzte den Ball per Außenrist an Abali vorbei ins Tor.
Ein bitteres Tor kassierte Kitzbühel – in der 90. Minute! Kapitän Winter wollte im 16er klären, traf einen Mitspieler, der Ball sprang genau in den Lauf des Ex-Kitzbühelers Lovrec, der einschob. Raul Baur hatte die Gamsstädter mit einem Schuss in Führung gebracht (27.). „Wir müssen schon 4:0 führen, haben auch einen Elfer verschossen“, ärgerte sich Kitz-Trainer Sean Caldwell nach dem 1:1 gegen Pinzgau.
In Imst läuft es auch noch nicht nach Wunsch. Die Scheuer-Elf, die lange in Unterzahl agierte, kam über ein 1:1 gegen St. Johann nicht hinaus. „Wir haben am Schluss noch zwei Tausender vergeben“, sagte der Coach.