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Pressespiegel - 29.08.2025

Kein Song-Contest – aber das „Grün “ bleibt das alte

Autor: Gernot Gsellmann, Medium: Kronen Zeitung

Entscheidung für Wien hätte eigentlich einen neuen Rasen fürs Tivoli bedeutet – doch das ist erneut aufgeschoben!

Wahrscheinlich klatschten – auch wenn sie durchaus aus kulturellen und gesellschaftlichen Gründen für eine Durchführung gewesen wären – die WSG Tirol und Wacker Innsbruck nach Bekanntwerden der Song-Contest-Vergabe an Wien heimlich in die Hände. 
Doch bald landeten jene vor Entsetzen am Gesicht! 

Trotz der Absage für Innsbruck wird das Tivoli in keinem neuen Grün – wie eigentlich längst geplant – erstrahlen! Der alte, teilweise marode Rasen wird für diese Saison nicht mehr ausgetauscht werden. „Weil wir eine Frist von der Strabag (Anm.: Gewinner der Ausschreibung) bis 13. August hatten – die durch die spätere Bekanntgabe nicht eingehalten werden konnte“, erklärt Olympiaworld-Geschäftsführer Matthias Schipflinger, „daher mussten wir den Termin Anfang September streichen.“ 

Was heißt: Erst mit Ende der erst kürzlich angelaufenen Fußball-Saison, Ende Mai, wird der Rasen im größten Stadion Tirols ein neues Grün erhalten. 
Was die beiden Fußball-Klubs naturgemäß nicht sonderlich glücklich macht. „Ist schon brutal“, gesteht WSG-Coach Philipp Semlic, „es tut mir leid für uns und Wacker.“ Daher hofft der Steirer noch mehr auf eine Zusammenarbeit mit dem Westligisten: „Weil es Bundesliga-unüblich ist, dass ein Drittligist am Freitag spielt, wir am Samstag auf einem zumindest fragwürdigen Untergrund in der höchsten Klasse spielen müssen.“ 

Auch für den schwarz-grünen Präsidenten Hannes Rauch hätte ein Rasen-Tausch viele Dinge in naher Zukunft leichter gemacht (sprich Heimvorteil einer spielerisch besseren Mannschaft), aber er muss es akzeptieren: „Schade ist jetzt, dass wir vier Wochen kein Heimspiel haben werden, weil wir die Planung ja auf einen Tausch auslegen mussten.“ 
Nun, der marode Rasen erfuhr durch das traumhafte Gastspiel von Real Madrid und dem Wissen und Einsatz zweier Greenkeeper ein vorzeigbares „Facelifting“ (Semlic: „Da hat man gesehen, was möglich ist ... “) – aber bereits das letzte Saison-Spiel der Raiders-Footballer am Sonntag machte doch wieder viele der „zarten Pflänzchen“ kaputt – und im Mai 2026, auf dem frisch ausgetauschten Grün – startet die neue ELF-Saison am Tivoli ... 

Schipflinger versucht aber, die beiden anderen „Hausherren“ etwas zu beruhigen: „Wir werden sicher versuchen, die Expertise der beiden Greenkeeper einzuholen, damit der Platz in gutem Zustand bleibt.“ Aber auch er weiß, dass drei Teams auf Dauer schlichtweg eine viel zu hohe Belastung sind ... 

Ausweg Heimkehr 

Ein weiteres Argument für die WSG Tirol, die eigentliche Heimstätte in Wattens umzubauen und bundesliga-tauglich machen zu dürfen. 

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