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Pressespiegel - 10.01.2026

Pleite-Geier kreist: „So ist’s eine Farce“

Autor: Georg Fraisl, Medium: Kronen Zeitung

Die Liga zwei taumelt! Stripfing Konkurs, die Austria Klagenfurt kurz davor – und Thomas Silberberger sauer: „So ist die Liga eine Face!“

Über Österreichs zweiter Profi-Fußball-Liga kreist der Pleite-Geier. Nach der Pleite des SV Stripfing hängt auch die Zukunft von Bundesliga-Absteiger Austria Klagenfurt an einem sehr dünnen finanziellen Faden. Die Gesundheitskasse ÖGK verlängerte zwar gestern die Frist für die offenen Zahlungen (angeblich über 500.000) um drei Wochen, die Insolvenz ist aber weiter drohend nahe. 

Die Spiele von Stripfing wurden ja bereits gestrichen. Nutznießer davon war Austria Lustenau, die eine Heimniederlage zu Buche stehen hatten. Eine Streichung der Klagenfurt-Ergebnisse würde dem FAC nützen ... Was Thomas Silberberger, Tiroler Trainer von Titelanwärter Admira, schlicht auf die Palme bringt: „Wettbewerbsverzerrung, eine Farce“, mault der 52-Jährige. Wissend, dass derartige Probleme einfach zu Österreichs 2. Liga gehören: „In der Saison 1999/2000 stiegen St. Pölten und Steyr aus der 10er-Liga durch Konkurs aus, wir haben mit acht Teams fertig gespielt“, erinnert sich „Silbi“. Schockiert, meint er daher, sei er nicht: „Aber es ist ärgerlich, wenn man nicht weiß, wieviele Teams um den Titel mitspielen.“ 

Seltsam mutet an, dass sowohl Stripfing als auch Klagenfurt für die Zweitliga-Zulassung finanziell gecheckt wurden. „Und die Vorschriften für eine Zweitliga-Zulassung sind nicht ohne“, gesteht Wacker-Innsbruck-Präsident Hannes Rauch, der das mit seinem Verein gerade vorbereitet. Auch der finanzielle Aufwand ist hoch: Rund 30.000 Euro kostet die Wirtschaftsprüfung. Von den Kosten einer Saison in der zweithöchsten Spielklasse ganz zu schweigen: „Ohne Partner wär’ das nicht zu stemmen“, gibt Rauch zu. Wie aber doch immer wieder „faule Eier“ durch den Check-Prozess schlüpfen können? Achselzucken ... und der Gedanke ans Sprichwort: „Papier ist geduldig.“

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