Pressespiegel - 19.02.2026
Keine Liga zum Genießen
Autor: Alex Gruber, Medium: Tiroler Tageszeitung

Am Freitag startet die 2. österreichische Fußball-Liga. Mit einem hautengen Titelkampf um Tirols Admira-Coach Thomas Silberberger und auch existenziellen finanziellen Fragen.
Ob der Fünfkampf um den Zweitliga-Titel und Aufstieg in die erste Liga zwischen St. Pölten (32 Punkte), Amstetten, Admira, Austria Lustenau (alle 31) und dem FAC (29) tatsächlich einer bleibt, wird sich erst nach der Lizenzierung weisen. „Ich weiß nicht, wie viele Vereine tatsächlich für die Bundesliga lizenzieren werden, aber ich bin mir sicher, dass es aus sportlicher Sicht bis zur letzten Runde spannend sein wird“, erklärt Thomas Silberberger, der seine zweite Saison bei der Admira bestreitet: „Ich bin mit dem Ziel angetreten, den Club in 2 Jahren zurück in die erste Liga zu führen. Letzte Saison sind uns im Finish die PS ausgegangen. Dieses Jahr zählt’s. Und wir befinden uns in einer ganz vernünftigen Situation.“
Fragezeichen Klagenfurt
Wie viel die aktuelle Tabelle vor dem Frühjahrsstart tatsächlich wert ist, wird in einigen Wochen auch die erste Tagsatzung bezüglich des Insolvenzverfahrens über Austria Klagenfurt weisen: Denn muss nach dem SC Stripfing ein zweites Team aus finanziellen Gründen vorzeitig aus dem Meisterschaftsbetrieb aussteigen, beginnt wieder ein neues Punkte-Zeitalter. Austria Lustenau „profitierte“ vom Stripfing-Aus mit nur einem abgezogenen Punkt, weil das eigene Match gegen die Niederösterreicher nur Remis ausgegangen war. Bei einem Klagenfurt-Aus wäre in den Top Five der FAC der größte Nutznießer.
Würde es keine Abschlagszahlungen aus der 1. Bundesliga in Sachen Fernsehgeld geben, sähe die Lage bei einigen Zweitligisten vermutlich noch prekärer aus, zumal die „eigenen“ Summen im niedrigen sechsstelligen Bereich keinem Verein das Überleben sichern können.
„Die zweite Liga ist auch sportlich extrem schwierig zu spielen. Alle Teams sind fit, alle verstehen sich auf das Verteidigen. Wir sind gut beraten, wenn wir es heuer schaffen, weil die nächste Saison mit einem starken Bundesliga-Absteiger wie dem GAK oder BW Linz sowie dem FC Wacker Innsbruck noch stärker wird. Auch die Vienna will wieder rauf“, blickt Silberberger über den Sommer hinaus.
FC Wacker blickt voraus
Der FC Wacker Innsbruck gilt bei acht Punkten Vorsprung und als einziges Team, das aus der Regionalliga West um eine Zweitliga-Zulassung angesucht hat, als designierter Aufsteiger. „Die 2. Liga ist herausfordernd, aber wir befinden uns dank unserem Partner LAFC in der guten und glücklichen Situation, sicher und langfristig planen zu können“, untermauert FCW-Präsident Hannes Rauch und hofft, dass nach den drei schweren Auftaktrunden im Frühjahr gegen die Verfolger aus Seekirchen und Dornbirn sowie die Reichenau sportlich alles auf Schiene bleibt. Dann könnte auch bald die Verlängerung mit dem Trainerteam um Sebastian Siller, Fabian Lantschner und Marco Wegscheider (Athletik) folgen ...