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Pressespiegel - 12.03.2026

„Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten“

Autor: Daniel Lenninger, Medium: Tiroler Tageszeitung

Innsbruck - Die Fußball-Westliga kehrt am Samstag zurück. Beim designierten Aufsteiger FC Wacker warnt man trotz breiter Brust davor, den Tag vor dem Abend zu loben. Imst und Reichenau jagen Schwaz als zweitbestes Tiroler Team.

Die Unterlagen für die Zweitliga-Zulassung wurden abgegeben, die länger geplante Ausgliederung in zwei Kapitalgesellschaften (Sport, Marketing) ist abgeschlossen. „Und jetzt“, hält FC-Wacker-Präsident Hannes Rauch entschieden fest, „konzentrieren wir uns wieder auf das Sportliche.“

Mit acht Punkten Vorsprung startet der Tabellenführer am Samstag ins Frühjahr der Fußball-Westliga. Und Rauch blickt stolz in den Rückspiegel: „Nach dem ersten Match hat man uns diesen erfolgreichen Herbst nicht zugetraut.“ Der Club-Boss meint die 0:2-Pleite gegen Seekirchen. Also jenen Tabellenzweiten, bei dem man zum Auftakt gastiert. „Oft haben Vereine mit uns eine Rechnung offen. In diesem Fall drehen wir den Spieß um“, lächelt Sportvorstand Jakob Griesebner.

Man ist positiv gestimmt, wie Trainer Sebastian Siller nach einer gelungenen Vorbereitung bestätigt: „Wir sind bereit und wollen jede Woche unser Bestmögliches abrufen. Wenn wir das tun, kommen die Ergebnisse von alleine und wir können unser Ziel erreichen.“

Für Wacker spricht auch das Personal: Abgesehen von zwei Langzeitverletzten (Tobias Berger, Kyrylo Danilyev) kann Siller aus dem Vollen schöpfen. Die Neuen, Außenverteidiger Quirin Rackl, Innenverteidiger Mauro Marichal und Stürmer Anderson Rodriguez, heizten den Konkurrenzkampf an. Griesebner warnt („Ein Spiel dauert 90 Minuten, wir sind erst in der Halbzeit angelangt“) und lässt in puncto aktuell ruhender Vertragsgespräche durchblicken, auf Bestehendem aufbauen zu wollen: „Wir haben den Markt im Blick, sind mit unseren Spielern aber sehr zufrieden.“

Wer wird zweitbestes Tiroler Team? SC Schwaz (6.) hat die besten Chancen? Trotz XXL-Umbruch war die Truppe von Trainer Akif Güclü die Überraschung: „Wenn man oben steht, möchte man auch bleiben.“ Goalie Lukas Wackerle verpasst den Auftakt verletzt. Auch die SVG Reichenau muss länger auf die Nummer eins Emanuel Ponholzer verzichten, weitere Asse wie Sefik Abali fallen aus. Der in den vergangenen Jahren höchst erfolgreiche Tabellenneunte von Langzeit-Erfolgstrainer Gernot Glänzer hofft mit sechs Neuen (u. a. Ex-Wacker-Verteidiger Stefan Pribanovic) auf die Aufholjagd. Unter Wert geschlagen wähnt sich auch der SC Imst als Siebter.

Auf prominente Neo-Trainer setzen der FC Kitzbühel (11.) mit Michael Baur und der FC Kufstein mit Ronny Gercaliu. Die Mission des Kufsteiner Schlusslichts: die Durststrecke (489 Tage kein Liga-Sieg) beenden. Absteiger gibt es keinen, alle Teams bleiben wegen der Reform in der Westliga, die künftig nur noch aus Tiroler und Vorarlberger Clubs bestehen wird. Nur der FC Wacker möchte die Liga verlassen …

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