Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg in die 2. Liga ist geschafft. Wacker Innsbruck setzte sich gestern im Spitzenspiel der Westliga in Seekirchen mit 1:0 durch und hat nun bereits elf Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Dabei sah es aber in der ersten Halbzeit noch nicht aus, war Seekirchen spielbestimmend. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir im Ballbesitz ruhiger agieren und mehr Kontrolle reinbringen müssen“, sagte Trainer Sebastian Siller. Das gelang: Nach Pause legte Wacker einen Zahn zu – und wurde in der 62. Minute mit einem schönen Treffer belohnt. Max Köchl setzte sich rechts durch, flankte in die Mitte, wo Okan Yilmaz per Flugkopfball verwertete. Ein weiteres Wacker-Tor durch den eingewechselten Bright Owusu verhinderte ein Abseits-Pfiff. Am Schluss hatten die Schwarz-Grünen vor 1050 Zuschauern Glück, als ein Kopfball der Gastgeber nur knapp über das Tor ging.
Großen Jubel gab es gestern auch in Kufstein. 491 Tage nach dem letzten Westliga-Erfolg wurde der Sieglos-Fluch bezwungen und die Festungsstädter eroberten wieder drei Punkte! „Wir haben viel Augenmerk auf die Kondition gelegt, bis zum Schluss attackiert und Bischofshofen zum Fehler gezwungen“, freute sich Ronny Gercaliu beim geglückten Cheftrainer-Debüt. Der Goalie rutschte weg und schoss den Ball genau in die Füße von Stefan Lauf – der schob trocken ein (88.).
Schwaz hatte einen rabenschwarzen Tag. Florian Tipotsch (Knöchel) und Paul Heel (Knie) schieden verletzt aus, Hager sah Rot. Dazu kassierte man aus Kontern zwei Tore.
In Hohenems gingen nach einem Brutalo-Foul an Imst-Stürmer Chris Eller die Wogen hoch, kam es zu einem Tumult. Da sah Trainer Jens Scheuer wegen eines mutmaßlichen Kopfstoßes die Rote. „Wir haben unseren Mann gestanden“, sagte Martin Schneebauer. Das Spiel endete mit einem 1:1.