Für viele Fans kann Wacker Innsbruck mit einem Vorsprung von zwölf Punkten schon den Sekt für die Meisterfeier einkühlen. Erfolgstrainer Sebastian Siller will davon nichts hören: „Für mich sind jetzt die Spiele gegen Dornbirn und Pinzgau wichtig. Da können wir sehr viel zu unseren Gunsten lenken.“
Für den Ex-Profi ist generell das nächste Match immer das Wichtigste: „Der Fußball ist so schnelllebig. Ich habe mir abgewöhnt, nach vorne zu schauen. Ich will einfach nur gewinnen.“
Ein Dreier ist auch heute das Ziel für den Westliga-Spitzenreiter. „Wir fahren nach Dornbirn, um zu gewinnen“, stellt Siller klar. Eine „g’mahte Wiesn“ sei für die Schwarzgrünen der Ländle-Auftritt aber nicht: „Nach einem schwierigen Start ist Dornbirn richtig gut unterwegs. Sie sind aktuell das beste Heimteam.“
Wackers Tabellenführung hat viel mit Sillers Trainer-Philosophie zu tun, mit der er von seiner Mannschaft täglich 100 Prozent Einsatz fordert: „Wir wollen uns in jedem Bereich weiter entwickeln. Nur wenn wir das Maximum herausholen, sind wir besser als alle anderen.“
Reichenau-Coach Gernot Glänzer hat da ganz andere Sorgen. Der Innsbrucker Westliga-Klub muss gleich neun Spiele binnen 28 Tagen bestreiten. Ein Mammutprogramm, das sogar Profi-Klubs ins Schwitzen bringen würde. „Ein richtiges Training geht sich da nicht mehr aus, sonst riskiert man Verletzungen“, stöhnt Glänzer.
Die Strapazen schmälern aber nicht den Ehrgeiz vor dem heutigen Heimspiel gegen Lustenau: „Unser Ziel sind drei Punkte.“