
Autor: D. Lenninger, M.Pipal, Medium: Tiroler Tageszeitung

Ein Tor wie ein Kunstwerk: Scholl-Genieblitz führte Wacker zum Sieg. Antretter-Dreierpack ließ Kundl jubeln, Telfs spielte sich in einen Rausch.
Kurz vor der Pause rettete die Stange, kurz nach Seitenwechsel sprang Mouhamed Sy gerade noch in den Schuss eines Wals-Grünau-Kickers. Der FC Wacker entkam gestern in der Westliga aber der zweiten Saisonniederlage. Zwischen dem Tiroler Tabellenführer und dem Zehnten lagen in der Tabelle 29 Punkte. Ein Unterschied, den man lange kaum wahrnahm. Die individuelle Qualität rettete dem Wacker dann aber noch den 2:0-Auswärtssieg.
Kurz vorher eingewechselt, trat Lucas Scholl zum Freistoß an und versenkte den Ball aus 18 Metern im Kreuzeck – ein Tor wie ein Kunstwerk (69.). Bei der Entscheidung bereitete der Sohn von Ex-Bayern-Star Mehmet Scholl den Kopfballtreffer von Florian Kopp per Eckball vor (83.).
„Dass wir in der zweiten Halbzeit immer gut sind, ist kein Zufall – dafür gibt es Gründe“, sagte Sportvorstand Jakob Griesebner nach dem glücklichen Sieg: „Wir haben in der Vorbereitung hart gearbeitet und auf 90 Minuten gesehen sind wir vorne. Auch der breite Kader hilft uns enorm.“
Nach der Pause den Turbo zünden – das schaffte auch die Reichenau beim 1:0-Heimsieg gegen Bischofshofen. Auch bei den Innsbruckern hatte ein Joker maßgeblichen Anteil. Jonathan Singer, Winter-Neuzugang aus Sistrans, bereitete den Treffer des Goldtorschützen Mario Kleinlercher (68.) vor – der Kapitän traf aus spitzem Winkel humorlos in die Maschen. „Hut ab vor der kämpferischen Leistung, ein Unentschieden wäre letztlich wohl gerecht gewesen“, gab Reichenau-Coach Gernot Glänzer zu. Schlusslicht Kufstein (0:1 gegen Hohenems) und Imst (0:3 in Seekirchen), Schwaz remisierte bei den Altach Juniors (1:1).
Der SK Ebbs verabschiedete sich wohl aus dem Aufstiegsrennen tt.com Regionalliga Tirol. Gestern setzte es für die Elf von Trainer Paul Schneeberger gegen Kundl eine 1:3-Niederlage. Die Männer des Spiels waren Jakob Antretter, der die Hausherren mit seinem Dreierpack (11., 20., 73.) quasi im Alleingang zum Sieg schoss und Torhüter Toni Thurner, der mehrmals glänzend parierte. In einen Rausch spielte sich derweil Telfs beim klaren 7:0-Heimsieg über Mils – für die Oberländer war es der dritte Sieg im dritten Spiel.