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Pressespiegel - 07.04.2026

Kitz-Sensation im Tivoli, Imst blamierte Reichenau

Autor: T. Mair, D. Lenninger, Medium: Tiroler Tageszeitung

Zwei Gegentore aus Standardsituationen bescherten dem FC Wacker die zweite Saisonpleite. Reichenau ging in Imst 1:6 unter, Schwaz verlor 1:5.

„Wir sind in der Offensive nicht gewillt, den letzten Meter zu gehen. Wir haben davor gewarnt und dafür heute die Rechnung präsentiert bekommen“, fand Wacker-Trainer Sebastian Siller nach der gestrigen 1:2-Heimschlappe gegen Kitzbühel vor 3226 Zuschauern klare Worte. Der viel zitierte Dosenöffner, der Adrian Lechl (23.) mit einem Schuss ins kurze Eck zur 1:0-Führung gelang, war für die Schwarz-Grünen kontraproduktiv und täuschte kurzzeitig über die offensiv maue Vorstellung hinweg. 

Kitzbüheler Lufthoheit 

Kitzbühel präsentierte sich alles andere als ein Außenseiter, erarbeitete sich zahlreiche Chancen und sicherte sich nach zwei Kopfballtreffern (Notdurfter/36., Redek/49.) den nicht unverdienten Sensationssieg im Tivoli. „Wenn jeder seine Fähigkeiten in die Mannschaft hineinbringt, dann können wir auch dem Wacker wehtun“, hatte Trainer Michael Baur seiner Elf auf dem Rasen mitgegeben und verteilte nach dem überraschenden Coup ein „Riesenkompliment. Ich freue mich für die Mannschaft, weil sie zuletzt ein paar verbale Watschen abbekommen hat.“ Die gemeinsame Welle mit den zahlreich angereisten FCK-Fans war neben dem zweiten Auswärtssieg in Serie Balsam für die Kitzbüheler Kicker-Seele. 

Vor dem 4:0 spazierte der Imster Doppeltorschütze Jan Filipp Schulz trickreich durch die Abwehrkette, degradierte die wehrlosen Innsbrucker zu Statisten. Aus Reichenauer Sicht war diese Szene bei der 1:6-Derbypleite der Tiefpunkt. Dass die Gäste ersatzgeschwächt anreisten, dürfte kaum als Ausrede für die schwache Leistung dienen – bisweilen spielten die Imster mit den Reichenauern Katz und Maus. Statistisch betrachtet war der auch in dieser Höhe verdiente Imst-Sieg keine Überraschung, so fuhren die Oberländer gegen die Reichenau den sechsten Sieg in Folge ein. „Sowohl mit der Spielweise als auch mit der Effektivität sind wir total happy“, lobte Imst-Trainer Jens Scheuer. 

In der zweiten Halbzeit ergab sich die Reichenau ihrem Schicksal. Nun dürften die Alarmglocken schrillen. Denn morgen werden die ausstehenden 17 Minuten der dritten Cup-Runde in Imst nachgetragen. Die Reichenau führt zwar 2:1 – ohne Leistungssteigerung könnte es schwierig werden. 

„Schnell abhaken“ 

Im Herbst war der Schwazer 4:1-Sieg in Seekirchen wegen eines Wechselfehlers mit 0:3 gewertet worden, gestern kam man zu Hause 1:5 unter die Räder. „Schnell abhaken. Lieber einmal fünf bekommen als fünf Mal ein 0:1“, musste sich Coach Akif Güclü schütteln.

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