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Pressespiegel - 08.04.2026

Debatte um Markenrechte beim FC Wacker

Autor: Florian Madl, Medium: Tiroler Tageszeitung

Marke muss zum Verein: Eine Bundesliga-Forderung stößt bei der Fan-Initiative des FC Wacker auf Widerstand.
 
„Unser Verein – unsere Farben.“ Im Zuge der Niederlage gegen Kitzbühel sandten am Sonntag Wacker-Fans von der Tivoli-Nord aus eine Botschaft an die Vereinsführung. Andere machten ihrem Unmut in Form eines Flugzettels Luft: „Dass die Markenrechte aufgrund der Inhaberschaft der Fan-Initiative kein verfügbares Wirtschaftsgut darstellen, steht gewissermaßen im Widerspruch zu den Interessen eines Investors.“

Hintergrund: Im Jahr 2007 wurde in einem ersten Kooperationsvertrag die Marke „FC Wacker Innsbruck“ zwischen Verein und Fan-Initiative geregelt, Diskussionen gab es immer wieder. Zuletzt im Jahr 2016, als sich der damalige Präsident Josef Gunsch damit auseinanderzusetzen hatte.

In der jüngsten Generalversammlung kam das Thema erneut aufs Tapet. Der Unterschied: Druck von außen. Künftig verlangt die Fußball-Bundesliga als Veranstalter des Ligabetriebs nämlich, dass die in Innsbruck bei der Fan-Initiative liegenden Rechte beim Verein angesiedelt sind. „Es ist ein Lizenzkriterium, das wir nicht beeinflussen können“, hält Gunschs Nachfolger Hannes Rauch fest. Seit dem Einstieg von Los Angeles FC als strategischem Partner verhandelt man, Rauchs Wunsch: eine Lösung, dass die Marke bei Mitgliedern und Fans liegt.

Bisher war es so, dass der Verein im Profifußball pro Saison einen niedrigen fünfstelligen Betrag zahlte, um Name und Farben des Traditionsvereins zu nutzen. Im Gegenzug verrichtete man Fan-Arbeit. Auf diesen Mechanismus wollen die Anhänger auch bei einem wahrscheinlichen Aufstieg nicht verzichten: „Gleichzeitig sind die Markenrechte aufgrund der Inhaberschaft durch die Fan-Initiative Innsbruck auch zukünftig der Verfügungsgewalt durch Vereinsverantwortliche, Sponsoren und Investoren entzogen“, heißt es im Flugzettel. Präsident Rauch sieht es nüchtern: „Wir können weiter im Amateurfußball bleiben oder in die Bundesliga gehen.“ Dass der Mitgliederverein FC Wacker sportlich aufsteigt, daran scheint kein Zweifel zu bestehen. Nun gilt es, die Vorkehrungen wie die Implementierung zweier Kapitalgesellschaften zu treffen.

Finanziell herrscht angesichts des Investors kein Zweifel, Rauch spielt den Ball weiter: „Die Mitglieder und Fans wollen Profifußball, wie man sieht. Um diesen Wunsch auch in Zukunft zu ermöglichen, ist jetzt auch die Fan-Initiative in der Verantwortung.“

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