
Autor: dale, dsp, Medium: Tiroler Tageszeitung

Schwaz und FC Wacker mutierten in der Westliga bei Heimsiegen zu Königen der ruhenden Bälle. Nur die Reichenau hatte nichts zu feiern.
Einstudiert war nichts – aber danach fragt eh niemand“, grinste Schwaz-Trainer Akif Güclü. Zwei Standardsituationen bescherten den Silberstädtern gestern in der Fußball-Westliga jedenfalls einen 2:0-Heimsieg gegen Dornbirn. Der Torschütze vom Dienst, Can Alak, war wieder zur Stelle und führte die Schwazer mit seinen Saisontreffern 26 und 27 (!) auf die Siegerstraße.
Es war nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie gegen Dornbirn (mit 22 Gegentreffern) auch gegen die Vorarlberger ein wahrer Befreiungsschlag. „Und eine taktische Meisterleistung der Jungs“, lobt Güclü seine ersatzgeschwächte Truppe: „Eine Startelf würde sich mit den Verletzten locker ausgehen.“ Schwaz untermauerte damit seine Ambitionen im Kampf um die ÖFB-Cup-Tickets.
Auch beim FC Wacker waren Standards Trumpf. Zuletzt mit etwas Sand im Getriebe, zeigte sich der Tabellenführer wieder von seiner Schokoladenseite und feierte einen 5:0-Sieg über Lustenau. Drei Tore fielen nach ruhenden Bällen, zwei Mal war Verteidiger Phil Kunze erfolgreich, sein erstes Tor nach der Rückkehr schoss auch Raphael Gallé. Wacker-Sportvorstand Jakob Griesebner lobt: „Die letzten Spiele verliefen nicht ganz nach unserem Anspruch. Kampfgeist, Spirit und individuelle Qualität – wir haben gezeigt, was wir draufhaben.“
Für die von Verletzungen geplagte Reichenau gab es in Kuchl wenig zu holen. Bei der 0:3-Niederlage zahlte die junge Truppe von Trainer Gernot Glänzer „trotz guter Leistung und ansehnlichem Fußball sehr viel Lehrgeld“.